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Schlei-Bote

18. August 2017 | 15:11 Uhr

Strömung macht Seglern zu schaffen

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Philipp Huber und Lenja Burchard gewinnen das Blaue Band für das schnellste Schiff des ASC / Lasse Ricklefs räumt das meiste Silber ab

Besonderen Herausforderungen musste sich dieses Mal der Arnisser Segel-Club (ASC) bei seiner Regatta um das „Blaue“ und das „Blau-Gelbe Band“ stellen. Gerade mal mit Stärke 2 wehte der Wind über die Schlei. Die Veranstalter sprachen sogar von Flaute. Daher war diesmal Spinnakersetzen angesagt. Als weiteres Problem an diesem Tag erwies sich die starke Strömung, die durch den schwachen Wind noch mehr Einfluss auf Kurs und Geschwindigkeit hatte. Ein Beobachter vor Ort sagte: „Einige Boote fuhren an der Wende sogar rückwärts – so stark war die Strömung.“

Die Strömung und der fehlende Wind waren auch die Gründe, dass die Regatta deutlich mehr Zeit als im Vorjahr in Anspruch nahm. Das wiederum führte dazu, dass ASC-Vorsitzender Peter Boltz und Sportwart Thedje Ancker die gegen 14 Uhr geplante Siegerehrung um ganze zwei Stunden verschieben mussten. Dabei wird gerade bei dieser Regatta um das „Blaue Band“ für die schnellste ASC-Yacht und das „Blau-Gelbe Band“ für die schnellste auswärtige Yacht gesegelt.

Doch die Regattasegler wie auch Wettfahrtleiter Thedje Ancker nahmen das sportlich. Ja, der Gedanke an die 20 teilnehmenden Boote, davon alleine 14 ASC-Schiffe, ließ Ancker übers ganze Gesicht strahlen. Der ASC-Sportwart war es, der vor drei Jahren aus Mangel an Teilnehmern aus der Hochseeregatta auf der Ostsee die „Blaue-Band-Regatta“ machte, eine Wettfahrt auf der Schlei mit Start und Ziel vor der Clubbrücke. Eine gravierende Änderung mit durchschlagendem Erfolg, denn auch im dritten Jahr der Neuorientierung ist die Zahl der Teilnehmer wieder deutlich gestiegen.

Rund 15 Seemeilen war die Strecke lang, die von der ASC-Brückenanlage über Karschau in Richtung Lindaunis führte. Dort musste an der gelben Festmachertonne gewendet werden. Anschließend ging es zurück nach Kappeln. Der Start erfolgte am Vormittag gegen 11 Uhr.

Schnellstes Schiff an diesem Tag war nach gesegelter wie berechneter Zeit die „Naitaka“ von Lasse Ricklefs, eine Juwel 34, von der Arnisser Segelvereinigung (ASV). Das Team der „Werft Janssen und Renkhoff“ legte mit 1 Stunde 48 Minuten und 10 Sekunden nach gesegelter Zeit (berechnete Zeit: 1:56:18) ein Ergebnis hin, das von keinem anderen Boot mehr erreicht wurde. Auf dem zweiten Platz landete mit der „Alive!“(gesegelte Zeit: 1:53:35, berechnete Zeit: 1:59:34) von Sebastian Munck (Wassersportclub am Wittensee) ein weiteres auswärtiges Boot. Erst auf dem dritten Platz kam mit der 29er-Jolle von Philipp Huber und Lenja Burchard ein ASC-Schiff ins Ziel. Huber und Burchard brauchten dafür 1:57:57 (berechnete Zeit: 2:01:36) und gewannen damit als schnellstes ASC-Schiff das „Blaue Band“ vor Fiete Föh mit dem H-Boot (de Foeh/2:10:05) und Claus Nissen (Waldmeister/2:19:29), ebenfalls auf einem H-Boot.

Die Siegerehrung übernahmen auf der Terrasse des ASC-Restaurants „Landgang“ Vereinsvorsitzender Peter Boltz gemeinsam mit seinem Stellvertreter Claus Nissen und Sportwart Thedje Ancker. Das „Blau-Gelbe Band“ für die schnellste auswärtige Yacht ging unangefochten an Lasse Ricklefs aus Flensburg vom SV Arnis. Und nicht nur das, auch den Wanderpreis in Form des großen Silbertellers für die schnellste Yacht überhaupt machte Ricklefs, der schon Tags zuvor bei der Speckregatta die schnellste gesegelte Zeit erzielt hatte, niemand streitig. Zusätzlich erhielten die drei Ersten nach berechneter Zeit einen kleinen Silberteller, den sie behalten dürfen. Die Flasche Sekt zum abschließenden Feiern gab es obendrauf.

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