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Schlei-Bote

24. September 2017 | 08:47 Uhr

Kappeln : Stelldichein der Stadtmanager

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

13 Vertreter aus ganz Schleswig-Holstein kamen zu einem Informationsaustausch an die Schlei. Marketingexperte Jürgen van Schöll behauptet: Leerstände sind in Kappeln ein Problem.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2014 | 15:15 Uhr

Premiere für die Stadtmarketingmanager des Landesverbands Schleswig-Holstein. Erstmals waren sie bei einem offiziellen Treffen Gast in Kappeln. Die Stadtmarketingmanager, gehören zur „Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e.V.“. Bundes- wie Landesverband sehen sich als Interessenvertretung für Stadt- und City-Marketing. In dieser Eigenschaft treffen sich die Mitglieder zwei bis drei Mal pro Jahr, um sich gegenseitig über Neuerungen zu informieren, aber auch Probleme zu diskutieren.

Eingeladen zu dem Treffen an der Schlei hatte Kappelns WTK-Geschäftsführer Jürgen van Schöll. Als Gäste konnte er dabei im Sitzungssaal des Rathauses den Geschäftsführer des Bundesverbandes, Jürgen Block aus Berlin, den Landesverbandsvorsitzenden Dirk Matthiesen aus Pinneberg, Kappelns Bürgermeister Heiko Traulsen sowie 13 Marketingmanager aus ganz Schleswig-Holstein empfangen.

Nachdem Landesvorsitzender Matthiesen die Sitzung eröffnet hatte, begrüßte Bürgermeister Traulsen die Anwesenden „in der schönsten Stadt nördlich des Kanals“.

Anschließend stellte Jürgen van Schöll die von ihm vertretene Wirtschaft und Tourismus Kappeln GmbH vor. Einst als 100-prozentige Tochter des Wirtschaftskreises Kappeln als Stadtmarketing Kappeln GmbH gegründet, ist daraus heute die Wirtschaft und Touristik Kappeln GmbH (WTK) geworden. Mehrheitsgesellschafter mit 51 Prozent des GmbH-Kapitals ist die Stadt. Der Wirtschaftskreis Pro Kappeln ist noch mit 48 Prozent beteiligt, der Touristikverein mit einem Prozent. Wie Jürgen van Schöll berichtete, hat die WTK die Aufgaben übertragen bekommen, Stadt und Wirtschaft mit Veranstaltungen, Aktionen und Werbung auf verschiedenen Ebenen nach außen attraktiv zu präsentieren. Wobei die erklärten Ziele sind, die Wirtschaft zu fördern, den Tourismus zu stärken, Events und Sondernutzungen zu organisieren sowie das Citymanagement zu koordinieren. Dafür hat die WTK pro Jahr rund 225 000 Euro aus verschiedenen Quellen zur Verfügung.

Jürgen van Schöll benannte aber auch die vorhandenen Probleme. Das sind die Leerstände. Sie erreichen derzeit 7 Prozent der gesamten Gewerbeflächen. Das ist aber nicht gravierend, so Kappelns Marketingmanager Mit 46 Prozent hat der Handel den höchsten Anteil an den Gewerbeflächen, gefolgt von der Gastronomie (17 Prozent).

In der anschließenden Diskussion ging es um Fragen der Parkplatzregelung in Kappeln, die Finanzierung der im Nordhafen aufgestellten Webcam und das Konzept der WTK. Dabei wurde deutlich, dass auch andere Orte im Land, das Parken so geregelt haben wie Kappeln, wo die erste halbe Stunde mit der Brötchen-Taste am Parkautomat kostenlos ist.

Ausführlich diskutierten die Anwesenden ein Problem, das in allen Orten auftritt, wenn dort Stadtfeste organisiert werden. Das sind die drastisch erhöhten GEMA-Gebühren. Die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland ist, wie Geschäftsführer Block berichtete, derzeit in Verhandlungen mit der Gema, um die Gebühren für Musikveranstaltungen im verträglichen Rahmen zu halten. Deshalb ist der Tarif für Stadtfeste zurzeit auf dem Prüfstand. Es wird auf ein Angebot der Gema gewartet. Wenn das nicht geschieht, soll der Deutsche Städtetag eine Normenkontrollklage einreichen.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um letzte Planungen für den am 22. Mai in Neumünster geplanten Stadtmarketing-Tag. Daran wollen sich die Mitglieder des Landesverbandes City- und Stadtmarketing Deutschland auf jeden Fall beteiligen.



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