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Startschuss für neue Kanäle im Abwassersystem

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Im Schnitt waren drei Mal jährlich die Leitungen verstopft / Kanalsanierung in Schönhagen startet ab Montag / Straßenausbaubeitragssatzung kommt 2014

shz.de von
erstellt am 31.Aug.2013 | 00:31 Uhr

Ab Montag werden in Schönhagen die Bagger rollen. Im Bereich der Straßen Weidengrund, Strandstraße und Holmer Weg beginnen die Sanierungsarbeiten an der Schmutzwasserkanalisation. Bereits im April hatte die Gemeindevertretung die Bauarbeiten beschlossen. Zwischenzeitlich erfolgte die Ausschreibung und auch die Auftragsvergabe, berichtete Detlev Flach von Torresin&Partner, der für die Planung der Arbeiten beauftragt wurde.

Bei der Sitzung der Gemeindevertretung in dieser Woche stellte er die Arbeiten kurz vor. Im Wesentlichen geht es darum, defekte Kanäle aus Privatgrundstücken heraus zu nehmen und das Abwasser künftig in einem neuen Schmutzwasserkanal in der Strandstraße in Richtung Pumpstation abzuführen. Dafür wird die Südseite der Strandstraße gesperrt, der Verkehr wird einseitig an der Baustelle vorbeigeführt. Und Jan Andresen von der Amtsverwaltung Schlei-Ostsee ergänzte: „Es wird immer wieder zu Verkehrsstörungen kommen.“ Die Bauzeit soll rund zwei Monate betragen.

Die Schäden waren im Zuge der Erstellung des Kanalkatasters und aufgrund von Erfahrungen ermittelt worden. So war es in dem Bereich rund drei Mal im Jahr zu Verstopfungen gekommen, weil Leitungen abgesackt waren, ergänzte Andresen auf Nachfrage. Erste Hinweise auf weitere Schäden hatte Flach im Bereich des alten Teils Schönhagens, beispielsweise im Bereich Nordhagenerstraße, Möwenring und Am Kurpark, bekommen. Eine detaillierte Auswertung der Filmaufnahmen der Kanäle steht aber noch aus.

Hinsichtlich der Beteiligung von Anliegern an den Kosten der Sanierung der Kanalisation, beziehungsweise der Wiedererrichtung von Straßendecke und Bürgersteige, kommt es auf die Klassifizierung der Straßen an. Anlieger können nur an umlagefähigen Kosten beteiligt werden, erklärte Andresen. Die Kosten für die Kanalisation werden durch den Abwasserhaushalt getragen. Erstellungskosten für neue Fahrbahnen können bei Kreis- (Strandstraße), Land- und Bundesstraßen nicht umgelegt werden. Lediglich Kosten für einen zu erneuernden Bürgersteig oder die Installation neuer Straßenlaternen, seien umlagepflichtig. Diese Arbeiten sieht die bisherige Planung aber nicht vor, so Andresen. Bürgermeister Christian Schlömer betonte, dass die Anlieger in dem Fall, wenn nichts Außergewöhnliches geschehe, nicht an den Kosten beteiligt würden.

Wie hoch die Umlage bei Gemeindestraßen, beispielsweise der Nordhagener Straße, ist, muss noch festgelegt werden. „Um die Straßenausbaubeitragssatzung kümmern wir uns 2014“, kündigte Schlömer an. Die Kosten für die Montag beginnenden Arbeiten belaufen sich auf rund 142 000 Euro.

Nach drei intensiven Wintern mit viel Eis und Schnee und der Anpassung eines rund 30 Jahre alten Räumschildes an den vor zwei Jahren angeschafften gebrauchten Radlader, hat sich der Betrieb in der Praxis als nicht so optimal erwiesen. Im Gebrauch schleifen die Gleitkufen und die Schürfleiste des Schildes massiv über die Straßen. Angesichts dieses Umstandes besteht die Gefahr, dass aus der Fahrbahn ragende Objekte wie Schieberkappen und Schächte beschädigt werden und auch das Schild und der Radlader selber. Die Gemeindevertretung beschloss einstimmig, für rund 9000 Euro ein neues Schild auf Rollen anzuschaffen. Es liegen mehrere Angebote vor, die einige Gemeindevertreter mit dem Bürgermeister bei Firmen begutachten wollen.

Für die Freiwilligen Feuerwehren Brodersby und Schönhagen-Höxmark wird das biologisch abbaubare Löschmittel F-500 angeschafft. Gemeindewehrführer Björn Steffen erklärte: „Das Mittel wirkt höchst sparsam ins Löschwasser eingespeist als Netzmittel, das kühlt und brennbare Stoffe einkapselt.“ Dank der Eigenschaften löscht es sehr schnell ab und ermöglicht es, selbst mit den nur kleinen Wassertanks der beiden Einsatzfahrzeuge (500 und 600 Liter) effektiv zu löschen. Einstimmig wurden 2300 Euro für zwei Ausstattungen bereitgestellt.

Dem Antrag der Deutschen Telekom zum Abbau zweier Notruftelefonanlagen in Brodersby und Schönhagen, widersprachen die Gemeindevertreter einstimmig. Auch wenn die Geräte zu wenig gebraucht würden, seien sie im Notfall lebenswichtig, machte Birgit Schwartz-Sander (SPD) deutlich. Auf die Feuerwehr verzichte man ja auch nicht, auch wenn sie nicht so oft im Einsatz sei. Mit Hinweisschildern soll auf die beiden Telefonstandorte hingewiesen werden.

>Vertagt wurde ein Förderantrag des Sozial-Forums aus Kappeln. Mitglieder der Gemeindevertretung werden sich bei dem Verein persönlich umsehen, um Auskünfte über den Verein zu erhalten.

>Das Wahlergebnis der Kommunalwahl im Mai wurde amtlich als gültig erklärt.

>Beim Radlader der Gemeinde musste für rund 10 000 Euro ein neues Getriebe eingesetzt werden.

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