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Margarethen-Klinik : Standort Kappeln ist gesichert

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Margarethen-Klinik droht keine Schließung zugunsten eines zentralen Kreis-Krankenhauses wie in Nordfriesland.

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erstellt am 08.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Vor Kurzem hat der Kreistag in Husum in einer Sondersitzung das Aus des Tönninger Krankenhauses beschlossen (wir berichteten). Als eines von vier Häusern des Klinikums Nordfriesland wird der Tönninger Klinikbetrieb demnach aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit voraussichtlich bis Juni 2017 eingestellt werden. Die zuständige Beratungsfirma BDO schlug in einem Gutachten als eine Möglichkeit vor, die drei Standorte des Klinikums Nordfriesland auf dem Festland zugunsten einer neuen, größeren Klinik im Zentrum des Kreises aufzugeben. Droht dieses Schicksal mittelfristig allen kleineren Krankenhäusern? Wäre die Kappelner Margarethen-Klinik mit ihren 23 Betten von einem derartigen Ökonomisierungsprozess betroffen?

„Nein“, sagt Diako-Geschäftsführer Klaus Drückler. „Die Margarethen-Klinik ist wirtschaftlich weitaus stabiler aufgestellt als das Tönninger Krankenhaus.“ So laufe die Klinik mit im Schnitt 1200 stationären Patienten pro Jahr wirtschaftlich sehr erfolgreich. „In den vergangenen Jahren sind 2,7 Millionen Euro in die Margarethen-Klinik geflossen“, so der Diako-Geschäftsführer weiter. „Solche Investitionen kommen ja nicht zustande, wenn die Klinik nicht laufen würde.“

Die Situation sei in Tönning eine ganz andere als in Kappeln, sagt Klaus Drückler. Als Belegkrankenhaus der Diako Flensburg entstünden der Margarethen-Klinik keine so hohen Fixkosten wie es in der kommunalen Einrichtung in Tönning der Fall sei, so der 54-Jährige. Eine Belegklinik ist ein investorgeführtes Unternehmen, in dem niedergelassene Fachärzte ihre Praxen betreiben und ihre Patienten, wenn nötig, selbst vor Ort operieren und versorgen können. Der Investor – im Falle der Margarethen-Klink die Diako Flensburg – stellt nicht nur das Klinikgebäude, sondern auch dessen medizinische Einrichtung zur Verfügung. Klaus Drückler erklärt: „Wir halten den gesamten Apparat mit Röntgengeräten, OP-Tischen und allem, was nötig ist, vor.“ Mit insgesamt fünf Fachärzten deckt das Kappelner Krankenhaus die Fachrichtungen Chirurgie, Gynäkologie, Urologie und Inneres ab. Außerdem gewährleistet die Klinik als Anlaufpraxis eine Akutversorgung für Notfälle. Hinzu kämen, so Klaus Drückler weiter, zwei Pflegeeinrichtungen und der ambulante Pflegedienst in Kappeln. Drückler: „Wir haben großes Interesse daran, den sehr schönen Standort Kappeln weiter zu betreiben. Wir sind hier zu einem medizinischen Zentrum geworden.“

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