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„Kappeln rund“ : Stadtlauf geht in die zehnte Runde

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

„Kappeln rund“ feiert am 19. Juni Jubiläum. Der TSV wünscht sich für die Zukunft mehr hauptamtliche Unterstützung.

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2016 | 07:15 Uhr

Dagmar Ungethüm-Ancker kommt schnell auf den Punkt. „Als wir vor zehn Jahren die erste Aktion gemacht haben, hat keiner gedacht, dass wir so lange durchhalten“, sagt sie. Die Vorsitzende des TSV Kappeln steht mit ihrem Team unmittelbar vor der zehnten Auflage des Stadtlaufs „Kappeln rund“, und noch heute sagt sie: „Eigentlich war das 2006 als einmalige Sache anlässlich des Stadtjubiläums gedacht.“ Am 19. Juni feiert „Kappeln rund“ nun sein eigenes kleines Jubiläum.

Während in den Anfangsjahren die Planungen meist schon im September des Vorjahres begannen, ist das TSV-Team inzwischen so routiniert, dass die Vorbereitungen erst im Februar starten – ein kaum zu überschätzender Vorteil einer eingespielten Gruppe, zu der auch Frauke Detlefsen und Manfred Wiechmann gehören. Über die Jahre hat der TSV immer mal wieder etwas Neues versucht, Detlefsen erinnert an die Generationen-Staffel vor zwei Jahren. Gleichzeitig sagt sie aber auch: „Es muss überschaubar und für uns leistbar bleiben.“ Immerhin gehören nicht nur Organisation, Auf- und Abbau dazu. Die Strecke muss auch ordnungsgemäß mit Streckenposten gesichert werden. Insgesamt kann der TSV Jahr für Jahr auf die Hilfe von rund 50 solcher Streckenposten und etwa 80 Ehrenamtlern bauen, darunter Feuerwehr, DRK und Polizei. Und noch etwas zeichnet „Kappeln rund“ aus, das Dagmar Ungethüm-Ancker so beschreibt: „Der Ablauf unserer Staffel ist ziemlich einmalig.“ Normalerweise laufe jedes Staffelmitglied eine Runde bevor es den Stab weiterreiche. „Bei uns werden die Kinder zu den Wechselpunkten entlang der gesamten Strecke gebracht und dort auch betreut bis ihr Einsatz kommt“, sagt die TSV-Vorsitzende. Und immer wieder kommt es vor, dass eben diese Kinder vor ihrer Staffelteilnahme bei den „Bambini“ mitliefen und Jahre später die 5,9 Kilometer „Kappeln rund“ schaffen. „Und genau das treibt uns an“, sagt Ungethüm-Ancker, „wenn wir Kindern den Spaß an Bewegung vermitteln können“. Dann fällt es auch leichter, die eigenen Wünsche zurückzustecken, auf Urlaub im Juni oder vielleicht auch die eigene Teilnahme am Lauf zu verzichten.

Anlässlich der zehnten Auflage werden unter den Teilnehmern des Zehn-Kilometer-Laufs „Kappeln doppel rund“ Preise anhand der Startnummern verlost, geplant sind auch Extra-Preise für diejenigen, die in jedem Jahr mitgelaufen sind. Und Frauke Detlefsen wünscht sich für das Jubiläum ein echtes Stadtfest-Flair, denn sie ist überzeugt: „Der Lauf ist ein Ereignis für die ganze Stadt, die davon profitiert.“

Und auch wenn der TSV dem Stadtlauf im zehnten Jahr voller Freude entgegen sieht, weiß er sich mittlerweile am Ende seiner Kräfte. Der Wunsch nach einem neuen Team wird laut, nach mehr professioneller Unterstützung. Ungethüm-Ancker sagt: „Wir wollen uns nicht gänzlich rausziehen, aber wir stoßen an unsere Grenzen.“ Das Ehrenamt braucht die Hilfe des Hauptamtes, daran lässt die TSV-Chefin keine Zweifel. Schließlich eröffne der Stadtlauf auch die Chance, eine an touristischen Höhepunkten noch nicht sonderlich reiche Zeit aufzuwerten. Ihr Wunsch: Der Lauf möge noch mehr in den Fokus der Stadt rücken. „Wir sehen darin eine Chance für ein alternatives Stadtfest“, sagt Ungethüm-Ancker. Am 19. Juni könnten die Kappelner zeigen, dass sie das vielleicht ähnlich sehen.

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