zur Navigation springen

Absage : Stadt verzichtet auf Parkleitsystem

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Verkehrssausschuss hat das geplante Parkleitsystem beerdigt. Die Schilder hätten zu groß werden müssen, um dem fließenden Verkehr lesbare Informationen zu liefern.

shz.de von
erstellt am 03.Dez.2013 | 07:30 Uhr

Im April des vergangenen Jahres hatte sich die Stadtvertretung denkbar knapp für Parkgebühren plus Parkleitsystem in der Kappelner Stadtgebiet ausgesprochen. Dabei war die Zustimmung zum kostenpflichtigen Parken bereits damals größer als zu den geplanten drei Tafeln, die jeweils an den Einfallstraßen platziert werden und sowohl auf zentrale, kostenpflichtige als auch auf abseits gelegene, kostenlose Parkplätze hinweisen sollten. Knapp ein Dreivierteljahr später steht fest: Das Parkleitsystem wird doch nicht kommen. Der Verkehrsausschuss sprach sich unisono dagegen aus, die Tafeln anzuschaffen.

Grund war eine Problematik, die sich aus der vorgesehenen Größe und den beabsichtigten Standorten der Tafeln ergeben hatte. Manfred Wehking, in der Verwaltung zuständig für die Verkehrsüberwachung, erklärte: „Dort, wo die Tafeln aufgestellt werden sollen, ist eine Geschwindigkeit von 70 km/h erlaubt. Wenn die Größe so bleibt wie geplant, ist die Schrift darauf nicht voll lesbar und der Inhalt kann nicht erfasst werden.“ In der Folge würde der Zweck des Leitsystems, den Parkplatzsuchverkehr zu reduzieren, verfehlt werden.

1,80 Meter mal 1,20 Meter sollte jede der drei Tafeln messen. Wenn sie ihre eigentliche Aufgabe, nämlich dem Parkplatzsuchenden eine Hilfe zu sein, tatsächlich erfüllen wollten, sind jedoch, so Wehking, in der Breite 40 Zentimeter und in der Höhe 60 Zentimeter mehr erforderlich. „Das ist statisch fast nicht mehr machbar“, sagte der Mann von der Verwaltung.

Da sich der Ausschuss einstimmig für den Verzicht der Tafeln aussprach, bleibt der Stadt die schon einkalkulierte Ausgabe von 6000 Euro erspart – im Gegensatz zum Suchverkehr.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen