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Klaus-Harms-Schule : Stadt steckt erneut Geld ins Gymnasium

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Zu großer Ansturm in der Cafeteria: Der Hauptausschuss beschließt einen Personalkostenzuschuss zur Einstellung zweier weiterer Arbeitskräfte.

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2013 | 07:45 Uhr

Kappeln Der Hauptausschuss hat auf seiner jüngsten Sitzung Gelder für die Klaus-Harms-Schule bewilligt. Dabei geht es zum einen um einen Personalkostenzuschuss für die Cafeteria und zum anderen um die Sanierung einer Lüftungsanlage. 

Die Schulcafeteria ist seit diesem Schuljahr durch einen Doppeljahrgang (G8/G9) besonders stark besucht. Um des Ansturms in der kurzen Mittagspause Herr zu werden, will der Förderverein zwei weitere Kräfte einstellen (wir berichteten).

Helmut Schulz (SPD) bemängelte, dass aus der  Vorlage nicht hervorgehe, dass diese Maßnahme nur für eine begrenzte Zeit – nämlich bis zum Auslaufen des Doppeljahrgangs – gelten soll. Schon im Ausschuss für Jugend,  Kultur, Sport und Schulen (JKSS) war die Beschlussvorlage aus diesem Grunde  kritisiert und später um entsprechende Textpassagen ergänzt worden. Schulz führte aus, dass die Maßnahme den städtischen Etat in diesem Haushaltsjahr 3900 Euro in den beiden darauffolgenden Jahren 11.700 Euro und im Jahr 2016 auslaufend 5850 Euro kosten würde. Dies müsse so  auch in der Beschlussvorlage aufgeführt werden.

Für Norbert Dick (Grüne) ist der Ansturm in der Cafeteria  nicht allein ein personelles Problem. Die Mittagspause sei zu kurz, und weil die Schüler  keinen Platz in der Cafeteria fänden, würden sie  ihren Snack häufig im Klassenraum einnehmen. „Das Problem ist nicht allein durch zusätzliche Stellen gelöst“, so Dick. Bürgermeister Heiko Traulsen stimmte Dick zu: „Das personelle Problem ist das eine,  das räumliche das andere.“ Man plane derzeit den Durchbruch zu einem Nebenraum, um die Situation zu entschärfen. Traulsen: „Die Schüler sollen nicht auf dem Boden  hockend ihre Mahlzeiten einnehmen.“ Das begrüßte Dick. Hauptausschussvorsitzender Matthias Mau  (CDU) erinnerte daran, dass es sich um eine zeitlich begrenzte Maßnahme handle. „Es macht daher keinen Sinn, Millionen zu investieren, aber  so ist es  vernünftig.“ Die Stadtvertreter gaben dann der korrigierten Vorlage ihr einstimmiges Votum.

Des Weiteren ging es noch um die überplanmäßige Bereitstellung von 41.710 Euro zur Sanierung der Lüftungsanlage im Gymnasium. Mau sagte, es sei immer ärgerlich, wenn etwas teurer werde, auch wenn eine Kostensteigerung um zehn Prozent noch im Rahmen sei.

Bauamtsleiter Erich Reuter meinte, dass die Sanierung der Lüftungsklappe  nötig sei. „Seit Jahren ist die Lüftungsklappe nicht in Gebrauch, so dass der Unterricht bei offenen Klassentüren stattfinden muss“, so Reuter. Die Überschreitung der planmäßigen Ausgabe um damals 50.000 Euro hatte die Verwaltung  laut Reuter bereits im vergangenen Jahr festgestellt. Das Fachbüro habe aber noch Potenzial für Einsparungen gesehen, weshalb man die Politik noch nicht informiert habe.

Darauf  antwortete Mau: „Wenn der Kostenrahmen nicht eingehalten werden kann, dann sollte man uns gleich ansprechen, damit die Politik darauf reagieren kann.“ Der Ausschuss empfahl der Stadtvertretung  die überplanmäßigen Finanzmittel in Höhe von 41.710 Euro bereit zu stellen. Bürgermeister Heiko Traulsen orakelte schon einmal in die Runde der Ausschussmitglieder: „Glauben Sie mal nicht, dass das die letzte Investition in die Schule war.“

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