zur Navigation springen

Qualität statt Quantität : Stadt setzt bei Spielplätzen auf Qualität

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

In der Sueskoppel wurden Geräte für 10.000 Euro angeschafft. Bauamtsleiter Erich Reuter rechnet mit der Schließung von weiteren Standorten.

shz.de von
erstellt am 19.Aug.2014 | 07:30 Uhr

Als vor wenigen Monaten die Schließung von vier Spiel- und Bolzplätzen im Stadtgebiet beschlossen wurde, hieß es, dass man dafür die noch vorhandenen 17 aufwerten wolle. Jetzt ist ein erster Schritt dazu erfolgt. Die Verwaltung hat für den Kinderspielplatz Mehlby in der Sueskoppel einen Balancier- und Kletterparcours sowie ein Schaukelnest im Wert von insgesamt 10.000 Euro angeschafft. Laut Auskunft des Bauamtsleiters Erich Reuter wurde dies möglich durch den Verzicht der Stadt, im Baugebiet Sueskoppel mit drei Bauabschnitten einen zusätzlichen Spielplatz einzurichten.

Bei den beiden hinzugekommenen Spielgeräten auf dem vorhandenen Spielplatz Sueskoppel handelt es sich jeweils um Neuanschaffungen. Wenn die Geräte von den geschlossenen Spielplätzen noch gebrauchsfähig seien, werde man sie andernorts auch einsetzen, sagte Reuter. Doch gehe er davon aus, dass diese in den meisten Fällen allenfalls noch für Ersatzteile ausgeschlachtet werden könnten.

Laut dem Bauamtsleiter setzt man bei den städtischen Spiel- und Bolzplätzen jetzt mehr auf Qualität statt auf Quantität. „Bei dem kleinen Budget, was uns für die Spielplätze zur Verfügung steht, mussten wir die Anzahl von 21 Spiel- und Bolzplätzen reduzieren“, sagt Reuter. Pro Platz und Jahr habe man bisher rund 200 Euro zur Verfügung gehabt. „Für den Betrag kann man heutzutage gerade mal den Sand austauschen.“ Reparaturen habe der Bauhof erledigt. Reuter betrachtet die Reduzierung der Spielplätze von 21 auf 17 aber lediglich als Zwischenschritt. „Wir können bei der vorhandenen Anzahl nicht insgesamt die Qualität steigern, sondern müssen wohl noch den einen oder anderen Spielplatz schließen“, so der Bauamtsleiter. Dabei werde man aber so vorgehen, dass das Angebot in den Stadtteilen erhalten bleibe und die Eltern ihre Kinder nicht so weit fahren müssten.

Die Stadtvertretung hatte im vergangenen Jahr die Schließung der Bolzplätze am Rathaus und in der Schulstraße (Mehlby) sowie der Spielplätze Langeland (Mehlby) und Todt’sche Koppel (Neukappeln) mehrheitlich beschlossen. Die Entscheidung begründeten die Befürworter mit den hohen Unterhaltungskosten, der demografischen Entwicklung sowie möglichen Einnahmen beim Grundstücksverkauf für den Haushalt. Bei der Todt’schen Koppel gab es von Seiten der Anwohner eine Liste mit 20 Unterschriften gegen das Vorhaben, zu dem Beschluss kam es aber dennoch. Aus dem Bolzplatz am Rathaus ist mittlerweile ein Parkplatz geworden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert