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Premiere in Damp : St. Elisabeth im handlichen Format

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Das Ökumenische Zentrum in Damp stellt seinen zehnseitigen Kirchenführer vor.

Kurseelsorger Georg Hillenkamp kennt seine St. Elisabeth Kirche in Damp gut: die Stationen von Kreuzweg oder der Apostel, das Kreuz aus der ehemaligen Kirche „Die Insel“ oder die zahlreichen kleinen und großen Kunstschätze. Besucher des ökumenischen Zentrums können sich dank einer farbigen Broschüre jetzt auch einen fundierten Überblick verschaffen und die Kirche gut informiert besuchen. Erstellt hat den Kirchenführer Karen Wolff, die seit Pfingsten, gestellt durch das Arbeitsamt, die Elisabeth-Ausstellung betreut.

Hillenkamp sagt: „Die Zeit war reif.“ Wie die evangelische Tourismus-Pastorin Brigitte Gottuk ist er sehr froh über die Broschüre. Gottuk findet: „Mit dem gemeinsamen Kirchenführer ist die evangelische Kirche endgültig in St. Elisabeth angekommen, nachdem die Insel am 29. November im vergangenen Jahr entwidmet worden war.“

Karen Wolff, die als Multimedia-Producerin aus Winnemark bisher vor allem im Hörspiel- und Radiobereich tätig war, nennt die Arbeit in der St. Elisabeth Kirche eine Bereicherung. Groß geworden in einem evangelischen Pastorenhaushalt ging sie in der 1984 eingeweihten Elisabeth-Kirche auf Entdeckungsreise. Brigitte Gottuk dazu: „Wenn jemand mit einem anderen konfessionellen Hintergrund auf die Dinge schaut, dann hat er einen ganz anderen Blick.“

Das bestätigt Wolff nur zu gerne. Besonders die 14 Stationen der Kreuzigung von Jesus in der Kirche zu entdecken und für den Flyer aufzubereiten, habe ihr viel Spaß gemacht, sagt die Winnemarkerin. Mit eigenen Fotos, aber auch mit Fotos aus dem Archiv von Hillenkamp, entstand so eine handliche zehnseitige Broschüre.

In kurzen Texten wird die Geschichte des Hauses, aber auch der verschiedenen Kunstobjekte im Gotteshaus vorgestellt. Karen Wolff sagt: „Ich war selber überrascht, wie eindrucksvoll vor allem auch die zwölf Stationen der Apostelkreuze sind.“ Besonders das Gespräch mit Zeitzeugen, aber auch ein Blick in historische Unterlagen machen die Lektüre kurzweilig. In Hillenkamps Augen können Besucher so „ein Stück der Elisabeth-Kirche mitnehmen“. Der Kirchenführer ist in einer Auflage von 1000 Stück gedruckt worden und wird kostenlos abgegeben. Es wird allerdings um eine Spende gebeten.

Georg Hillenkamp ist froh über den Kirchenführer, den es so noch nicht gab. Es hat einen umfangreichen Vorgänger gegeben, der allerdings sehr viel Text enthielt und Besuchern nicht als Kopie mitgegeben werden konnte. Im Frühjahr 2015 ist dann ein einseitiger Kirchenflyer entstanden, der sich jedoch noch stark an der Langversion orientierte. Das neue Heftchen sei nun optisch und inhaltlich gelungen, so Hillenkamp, der auch schon eine weitere Aufgabe für Karen Wolff hat.

Noch bis Ende dieses Jahres hofft Wolff, einen Imagefilm für St. Elisabeth zu erstellen. „Vielen Menschen fehlt die Erfahrung zum Gebrauch kirchlicher Einrichtungen“, sagt Karen Wolff. Sie fänden die Dinge schön, wüssten aber über ihre Funktion wenig. In einem Film, dessen Drehbuch bereits besteht, könnte vieles vorgestellt werden. Georg Hillenkamp ergänzt: „Schließlich sind wir ja kein Museum.“

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erstellt am 04.Nov.2015 | 12:30 Uhr

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