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Schlei-Bote

17. Oktober 2017 | 13:37 Uhr

Sportlerehrung bleibt wie gehabt

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Vorschlag der Verwaltung künftig auf die Kreis- und Bezirksmeister zu verzichten, findet im Ausschuss für Jugend-, Kultur- Sport und Schulen keine Mehrheit

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2013 | 00:33 Uhr

Die Stadt Kappeln hält an ihrer Sportlerehrung in der gewohnten Form fest. Das ist das Ergebnis der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Kultur, Sport und Schulen (JKSS).

In der Vergangenheit war die alle zwei Jahre stattfindende städtische Sportlerehrung zunehmend in die Kritik geraten. Dies lag vornehmlich an der Länge der Veranstaltung, Organisationsmängeln und fehlender Stadtprominenz. Nun lag dem Ausschuss eine Beschlussvorlage vor. Darin schlug die Stadtverwaltung vor, die Sieger auf Kreis- und Bezirksebene bei der Siegerehrung nicht mehr zu berücksichtigen, „um der Ehrung den Charakter einer ‚Massenehrung‘ zu nehmen“. Dazu führte Thomas Johannsen vom Amt Jugend, Kultur, Sport und Schulen aus, dass bei der vergangenen Veranstaltung 154 Sportler geehrt worden sind, wovon 80 Prozent für erste Plätze auf Kreis- oder Bezirksebene ausgezeichnet wurden.

Doch diese Vorlage stieß sogleich auf vehementen Widerstand. Ausschussvorsitzende Ilona Mende (SPD) erinnerte daran, dass man bereits vor einem Dreivierteljahr eine solche Diskussion gehabt hätte. „Ich vertrete nach wie vor den Standpunkt, dass die Sieger auf Kreisebene bei der Sportlerehrung bleiben sollen.“ Außerdem würden deren Eltern und Großeltern die Halle füllen. Dies sei auch die Haltung ihrer Fraktion, sagte Mende.

Und wie zur Bestätigung pflichteten ihr die Genossen Norbert Petersen und Thorsten Schacht bei. Petersen sah eher die Ehrung von erfolgreichen Sportlern bei Deutschen, Europa- oder Weltmeisterschaften kritisch. „Solche Teilnehmer werden überall schon geehrt und bei unseren Ehrungen sind sie nie da“, sagte er. Lieber sollte man die Ehrung bis hinunter zur Landesebene wegfallen lassen. Und Schacht meinte: „Mit der Sportlerehrung sollten wir den Breiten- und nicht den Spitzensport ehren.“ Auch Peter Koch von der LWG wandte sich gegen eine Streichung der Kreismeister.

Die CDU stand dem Vorschlag der Verwaltung offener gegenüber. Wiebke Christiansen-Hansen meinte, dass die Argumente der SPD auch bei in ihrer Fraktion gefallen seien. Doch sehe man auch, dass die Sportlerehrung zuletzt den Charakter einer Massenabfertigung gehabt habe. Daher habe der Vorschlag, auf die Kreisebene zu verzichten, ihrer Fraktion ganz gut gefallen, um mal eine andere Art der Ehrung zu versuchen. Christiansen-Hansen: „Die Sportlerehrung dauert einfach lange, und viele verlassen die Veranstaltung vor dem Ende. Auch ist die Größe einer solchen Veranstaltung nicht leicht zu organisieren.“ Außerdem stünde es jedem Verein frei, seine Kreissieger zu ehren. Auch Corinna Graunke (CDU) sprach sich für eine andere Art der Ehrung aus.

Marta Kraft (CDU) plädierte zwar für den Breitensport, wandte sich aber auch dagegen, die Teilnehmer an Olympischen Spielen, Welt- oder Europameisterschaften zu streichen. Die sollte man vielmehr besonders ehren. „Diese Spitzensportler sind ein stückweit das Aushängeschild der Stadt Kappeln und üben zudem eine Vorbildfunktion aus“, meinte Kraft.

Christian Andresen (SSW) schlug vor, die anwesenden Spitzensportler zu begrüßen und die Breitensportler zu ehren. Mannschaftsauszeichnungen solle künftig nur noch der Kapitän entgegen nehmen. „Das verkürzt die Prozedur“, so Andresen. Es sei zudem die Frage, ob die Auszeichnung verdienter Vereinsmitglieder zur Sportlerehrung gehöre oder ob man diese nicht auf einer Veranstaltung für das Ehrenamt vornehmen könne.

Daraufhin wurde der Antrag gestellt, an der Sportlerehrung in der gewohnten Form festzuhalten und nur die Durchführung straffer zu organisieren. Dies wurde einstimmig bejaht.

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