Kappelner Nordhafen : Spezialbohrer auf dem Weg nach Lindaunis

 Mit einem Kran wurde der Spezialbohrer für die Brücke in Lindaunis auf einen Arbeitsponton gehoben.
Mit einem Kran wurde der Spezialbohrer für die Brücke in Lindaunis auf einen Arbeitsponton gehoben.

Kran lädt Bohrer für die Arbeiten an der Brücke in Lindaunis.

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23. April 2020, 18:24 Uhr

Kappeln | Lange hatten die Brückenwärter die Kappelner Schleibrücke nicht öffnen müssen – so viel Schiffsverkehr wie sonst zu dieser Jahreszeit auf der Schlei herrscht, so ruhig ist es im Moment. Am Donnerstag, 23. April, allerdings öffnete die Brücke sich gleich zweimal: Morgens um 8 Uhr und gegen Mittag, denn es sollte eine große Maschine und Zubehör aus dem Kappelner Nordhafen abgeholt und nach Lindaunis gebracht werden.

Drehbohrgerät benötigt

Ein Ponton mit einen Kran, der in den Himmel ragte, zeigte sich am Nordhafen. Die Firma F+Z Baugesellschaft, die schon die Schleibrücke in Kappeln gebaut hatte und gerade mit dem Bau der neuen Brücke in Lindaunis beschäftigt ist, war mit einem Schwimmponton und einem Schlepper gekommen, um Mitarbeiter der Spezialtiefbaufirma STB Wöltjen zu treffen, die ein Drehbohrgerät samt Zubehör lieferten. Die Firma F+Z war damit beschäftigt, Stützpfeiler für die neue Brücke in Lindaunis zu installieren. „Aber dann ist man beim Rammen auf das Fundament der alten Brücke gestoßen“, berichtet STB-Werkstattleiter Sascha Wenzel. Mit dem großen Spezialbohrer, der mit dem Kran auf den Arbeitsponton gehoben wurde, soll nun dem Fundament zu Leibe gerückt werden. Am Nachmittag sollten im Südhafen weitere Bohrwerkzeuge wie Kernrohr, Bohreimer und -schnecken geladen werden.

Kippschutz für die alte Brücke

Michael Sterll, Oberpolier bei F+Z, führt aus: „Es geht um zwei Abfangungsträger, die die alte Brücke sichern sollen, falls sie zu kippen droht. Dafür ist die Räumungsbohrung notwendig.“ Der Arbeitsponton wird im Anschluss mit dem Schlepper wieder zur Brücke in Lindaunis gebracht. „Wir hoffen, dass wir Anfang kommender Woche wieder vor Ort sind“, so Sterll.

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