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Amt Süderbrarup : Spektakuläre Unfälle auf eisglatter Straße

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Gestern Morgen kamen bei Boren und Loit gleich drei Autos von der Fahrbahn ab. Die Fahrer wurden leicht verletzt.

Winterglätte verursachten gestern gleich drei schwere Unfälle im Amt Süderbrarup. Dabei wurde die Landesstraße 283 an der scharfen Kurve in Petersfeld, einem Ortsteil von Boren, Schauplatz eines Doppelunfalls. Etwa um 7.15 Uhr geriet ein in Richtung Nottfeld fahrender Renault Twingo bei Glatteis hinter die Leitplanke und fuhr auf zwei Rädern etwa 20 Meter parallel zur Straße am Hang entlang. Dort touchierte der Kleinwagen einen Baum, der dafür sorgte, dass der Unfallwagen sich überschlug. Vier Meter tiefer kam er im sumpfigen Waldgelände auf dem Dach liegend zum Stillstand. Die 27-jährige Fahrerin konnte sich selbst befreien.

Eine hinzugeeilte Mitarbeiterin eines Pflegedienstes leistete Erste Hilfe bei der Twingo-Fahrerin. Doch außer einer kleinen Wunde an der Hand konnte im ersten Moment keine größere Verletzung festgestellt werden. Trotzdem wurde die 27-Jährige vom Rettungswagen ins Krankenhaus nach Eckernförde gebracht, da man vermutete, dass sie unter Schock stand. Der Sachschaden beträgt mehrere Tausend Euro.

Eine Viertelstunde vorher war ein in der Gegenrichtung fahrender Hyundai Matrix in der gleichen Kurve ins Schleudern geraten. Das Fahrzeug geriet auf ein angrenzendes Grundstück und prallte auf dem Hofgelände auf einen geparkten Renault Cangoo, den es wiederum auf einen dahinterliegenden Peugeot 306 schob. Die 21-jährige Fahrerin wurde dabei leicht verletzt. An den drei Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden in Höhe von zirka 19.000 Euro.

Bereits vor einem Jahr verloren die Hofbesitzer Klaus und Elvira Green einen Opel Astra und einen Citroën Berlingo nach einem ähnlichen Unfall auf ihrem Grundstück (wir berichteten). Vermutlich wird sie dieser Unfall erneut zwei Autos kosten. Diese Verluste treffen die Familie hart, da Ehemann Klaus grundsätzlich alte Autos fährt, die er dann liebevoll wieder herrichtet. Nur entspricht der Versicherungswert solcher Fahrzeuge nicht dem Gebrauchswert.

Dass der im vergangenen Jahr ebenfalls zerstörte Verteilerkasten nicht wieder in Mitleidenschaft gezogen wurde, lag nur daran, dass er beim Neubau mehrere Meter zurückgelegt wurde. „Diese Kurve ist ein bekannter Unfallschwerpunkt“, sagte Green gestern. Sie solle endlich entschärft werden oder zumindest mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung versehen werden. Bisher sei es noch nicht zu größeren Personenschäden gekommen. Doch fühle er sich inzwischen auf seinem eigenen Hof nicht mehr sicher.

Am gleichen Tag ereignete sich keine zwölf Kilometer entfernt gegen 6.35 Uhr bei Loit ein weiterer glättebedingter Unfall. Ein 62-Jähriger kam mit seinem Ford Transit mit Anhänger auf der K  47 in einer Kurve auf winterglatter Fahrbahn von der Straße ab und erst im Straßengraben zum Stehen. Der leicht verletzte Fahrer wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Am Fahrzeuggespann entstand Totalschaden in Höhe von über 10.000 Euro.  

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