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Südhafen : Speicher droht Veränderungsverbot

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Wie beim Südhafen soll das Gebiet rund um die alte Getreide AG von Grund auf überplant werden.

shz.de von
erstellt am 27.Aug.2014 | 07:30 Uhr

Eigentlich ist der gelbe Speicher der ehemaligen Getreide AG schon seit Jahren ein störender Anblick am Südhafen. Von daher war das Areal häufig Gegenstand von neuen Planungen in diesem Gebiet. Nun hat der Bauausschuss ausgerechnet für diesen Bereich (B-Plan Nr. 73) bei seiner Sitzung am Montagabend eine Veränderungssperre befürwortet – doch nicht aus ästhetischen, sondern aus strategischen Überlegungen.

Bauamtsleiter Erich Reuter begründete die Vorlage der Verwaltung mit der schwierigen Gemengelage in diesem Areal. „Wohnen mit gewerblichen Betrieben in Einklang zu bringen, ist in diesem heterogenen Gebiet nicht einfach“, so Reuter. Auch dürfe man nicht zu Lasten einer dieser Interessengruppen Entscheidungen herbeiführen. „Dabei fließt alles über den Nestléweg. Das ist die Schlagader der hier angesiedelten Betriebe.“ Doch auch in den Planungen privater Investoren würde bislang stets über diese Straße die Zuführung laufen. Als weiteres Argument führte der Bauamtsleiter an, dass man auch über den Südhafen eine Veränderungssperre verhängt habe (wir berichteten) und es daher nur konsequent sei, dies nun auch für den Getreidespeicher zu tun.

Axel Langkowski (CDU) nannte diese Maßnahme richtig, gab aber auch zu bedenken: „Zwei Jahre sind schnell vorbei, da sollten wir bald in die Planung gehen.“ Ähnlich argumentierte sein Parteifreund Thomas Grohmann, der die Veränderungssperre nur als einen Zwischenschritt sah. Harald Stührwoldt (SSW) warnte vor dem Verstreichen von Fristen. Reuter antwortete, dass die Veränderungssperre um weitere zwei Jahre verlängert werden könnte. So erfolgte der einstimmige Beschluss des Bauausschusses für eine Veränderungssperre im Bereich des Südspeichers. Gemeinsam mit der Veränderungssperre des Südhafens (B-Plan Nr. 71) kann nun eine ganzheitliche Planung in Angriff genommen werden, wie sie der CDU-Fraktionsvorsitzende Matthias Mau bereits im Juni in Aussicht gestellt hatte. Die noch ausstehende Zustimmung der Stadtvertretung kann daher als gesichert gelten.

Des Weiteren stimmten die Ausschussmitglieder für den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss der achten Änderung des B-Plans Nr. 16 Mehlby-Holzkoppel. Hier geht es um den Umzug des Reifenunternehmens Point S von Mehlbydiek 6 nach Mehlbydiek 12. Erforderlich wurde der Umzug durch die Vergrößerung des Aldi-Marktes in Mehlbydiek. An dem neuen Standort von Point S gab es bislang Kfz-Zubehör, aber keinen Reifenhandel. Daher bedurfte es der B-Plan-Änderung, die im vereinfachten Verfahren erfolgte. Auf einen Aufstellungsbeschluss und eine Bürgerinformationsveranstaltung wurde verzichtet. Dem Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für die B-Plan-Änderung stimmten alle Ausschussmitglieder zu.

Beim letzten Punkt der Tagesordnung ging es um die Errichtung eines Einfamilien-Bungalows in der Heinrich-Köster-Straße. Dort war vor fünf Jahren der B-Plan aufgehoben worden. Doch hatte der Kreis zuvor mit einem Vorbescheid die Bebauung der dortigen Grundstücke mit Einfamilienhäusern grundsätzlich zugelassen. Die Geltungsdauer dieses Vorbescheides ist inzwischen abgelaufen, doch hat der Kreis diese auf Anfrage nochmals bestätigt. So erklärten sich die Mitglieder des Bauausschusses mit dem Neubau einverstanden und erklärten das Einvernehmen.

 

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