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Kappeln : Speckregatta soll zum Volksfest werden

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Arnisser Segelclub präsentiert seine Traditionsveranstaltung in diesem Jahr mit einigen Neuerungen.

shz.de von
erstellt am 22.Aug.2015 | 08:30 Uhr

Seit 1920 gibt es die Speckregatta. Im Laufe der Jahre ist sie über die Grenzen hinaus zum Aushängeschild des Arnisser Segelclubs (ASC) geworden. Nun will der neue Vorstand die Traditionsregatta mit neuen Ideen auffrischen und zeitgemäßer gestalten. „Unsere Absicht ist es, die Speckregatta zum Volksfest werden zu lassen und den ASC als offenen Club zu präsentieren“, sagt Clubdienstleiter Frank Germighausen, der derzeit noch mit den letzten Vorbereitungen zur diesjährigen Speckregatta vom 4. bis 6. September beschäftigt ist. Sportwart Sven Tuszewski stellt klar: „Das Hafenfest am Freitag richtet sich nicht allein an Segler, sondern an die gesamte Kappelner Bevölkerung inklusive deren Gäste.“ Deswegen werde dort auch eine Wein-Lounge errichtet, um einen breiteren Geschmack zu treffen. Und aus diesem Grund wird der Verein wieder eine Aktion „open ship“ starten, damit viele Besucher den Kontakt zu Clubmitgliedern finden können. Clubdienstleiter Germighausen meint: „Ist doch toll, wenn sich auch mal Landratten unsere Boote anschauen.“ Womöglich könne über einen solchen Kontakt auch die Teilnahme an der Speckregatta herausspringen. Bessere Kontakte – vor allem zwischen den Clubmitgliedern und den Mitgliedern aus der vereinseigenen Jugendabteilung – verspricht sich der Club auch von einem Opti-Race. In gemischten Zweierteams wird in den schwimmenden Seifenkisten um die Wette gesegelt. Auf Altbewährtes setzt der ASC bei der Unterhaltung. Der ASC-Shanty-Chor und DJ Flo sind ein Muss.

Beim Sport gibt es wieder eine Neuerung, die der neue Vorstand um den Vorsitzenden Peter Boltz jetzt umsetzt. Die Speckregatta soll künftig nicht allein ambitionierten Regattaseglern offenstehen. Sportwart Tuszewski sagt: „Bei uns sollen sportliche Regattasegler ebenso glücklich werden wie die Familiensegler, die nur mal ein bisschen Regatta segeln wollen.“ Dazu werde man das Regattafeld in zwei Gruppen einteilen.

Mit diesen Kursänderungen scheint die Vereinsführung frischen Wind in die Segel der Speckregatta zu bekommen. Nachdem im vergangenen Jahr 70 Schiffe an der Traditionsregatta teilnahmen, sind bereits jetzt 40 bis 50 Boote gemeldet. Allein die Zahl der Neuanmeldungen, hierbei handelt es sich um die Crews, die erstmals ihre Teilnahme an der Speckregatta ankündigt haben, liegt um 15 Prozent über dem Vorjahr. Dies ist nicht zuletzt auf eine umfassende Werbekampagne zurückzuführen. Nicht nur dass die Speckregatta nun ein eigenes Logo und eine eigene Homepage hat, auch eine Poster-Offensive startete der Verein. So hängen Plakate zur Speckregatta in den Häfen an der Flensburger Förde, aber auch in der dänischen Südsee, wie Sonderborg, Faborg oder Lyö. Damit soll der Bekanntheitsgrad der ASC-Veranstaltung weiter gesteigert werden.

Und auch die Regatta-Segler können zum Werbeträger werden. Denn alle Teilnehmer an dem Event bekommen eine Startnummer mit Logo der Speckregatta, die am Bug des Schiffes zu befestigen ist. Frank Germighausen: „Meistens bleibt so eine Startnummer länger auf dem Schiffsrumpf und transportiert so die Idee der Speckregatta in die Clubs.“ Denn die beiden Mitglieder des erweiterten Vorstands haben ein Ziel. „Wir wollen die Speckregatta wieder zu alten Höhen führen“, sagt Germighausen. Dafür gibt es einen ehrgeizigen Zeitplan. Tuszewski sagt: „In drei Jahren soll die Speckregatta wieder 120 Teilnehmer haben.“ Dazu gibt es auch neue Erinnerungspreise in Form von Long-Drink-Gläsern. Nur an manchen Preisen soll einfach nicht gerüttelt werden. Dazu Sportwart Sven Tuszewski: „Speck bleibt Tradition.“  


> Hinweise zu Programm und Anmeldeformalitäten gibt es im Internet unter www.speckregatta.de

 

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