zur Navigation springen

Kappeln : Spannung bei der Königsproklamation

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Ron Nanko und Rosi Nehls heißen die neuen Majestäten des Schützenvereins. Frauen waren am Schießstand treffsicherer als die Männer.

shz.de von
erstellt am 05.Aug.2014 | 07:30 Uhr

Im August geht es im Schützenverein Kappeln von 1880 rund. Denn am ersten Augustwochenende steht traditionell das Schützenfest mit Königsschießen, Umzug und Festkommers auf dem Programm.

Auch dieses Mal lief das Schützenfestritual in nahezu gewohnter Weise ab. Am Sonnabend trafen sich die Schützen zunächst um 7.30 Uhr zum Königsfrühstück. Dazu hatten die amtierenden Majestäten „Marika (Jöhnck), die Fröhliche“ und „Sven (Jacobsen), der Kavalier“ eingeladen. Um 9.25 Uhr hieß es dann Antreten im Schützenheim mit anschließender Begrüßung der Majestäten des Vorjahres und dem ersten Teil des Königshauptschießens. Am Nachmittag folgte der zweite Teil des Hauptschießens. Ohne dass das Ergebnis bekannt gegeben wurde, endete der Wettbewerb um 16 Uhr.

Bereits um 17 Uhr hieß es erneut: Antreten – dieses Mal auf dem Rathausmarkt mit anschließendem Umzug durch die Stadt zum Schützenheim. Und dieser Umzug war erneut ein Publikumsspektakel. Immerhin waren über 140 Schützinnen und Schützen aus verschiedenen Vereinen mit elf Fahnenträgern beteiligt. Mit dabei auch eine Abteilung der befreundeten Schützenbruderschaft Heimerzheim und das Fanfarentambourskorps Heimatklänge Bengen, das mit dem Kappelner Schützenbläserkorps freundschaftlich verbunden ist. Bürgermeister Heiko Traulsen beteiligte sich ebenso an dem Umzug wie der stellvertretende Präsident des Norddeutschen Schützenbundes (NDSB), Alfred Koitzsch, oder der König der Männergilde, Matthias Mau, und Heringskönigin Ramona Strüven. Auf dem Weg zum Schützenheim wurde der Umzug an zwei Stellen gestoppt. In der Adolf-Pohlmann-Straße wurden die Altmajestäten „Sven, der Kavalier“ und „Marita, die Fröhliche“, beide hatten sich zuvor aus der Riege der Marschierer entfernt, von zu Hause abgeholt. Darauf hatten sich die Altmajestäten, aber auch alle Anrainer liebevoll vorbereitet. Die Straße war hübsch dekoriert. Und am Wohnhaus der Königin wurden alle Schützen mit einem Großplakat begrüßt. Die Straße hatte sogar einen neuen Namen bekommen und hieß jetzt „Königsallee“. Ein zweiter Stopp wurde bei der Margarethen-Residenz in der Konsul-Lorentzen-Straße eingelegt, um die Bewohner zu begrüßen und musikalisch zu unterhalten.

Die Königsproklamation erfolgte dann im Schützenheim. Vorsitzender Jan-Dieter Nehls betonte, dass jedes Schützenfest zwar gelebte Tradition, aber dennoch stets im Wandel sei. Insgesamt sei der Schützenverein dabei, sich neu aufzustellen. Deshalb wurde die elektronische Schussauswertung am Luftgewehrstand angeschafft.

Werner Neubauer von den Heimerzheimer Schützen übergab Ehrennadeln an Jan-Dieter Nehls, Hermann Fink, Edgar Rieger und Sven Jacobsen für deren Einsatz zugunsten der gemeinsamen Partnerschaft.

Spannend wurde die Königsproklamation. Neue Prinzessin mit 23 Ringen wurde Altkönigin Marita Jöhnck. Ihr Prinz ist Herbert Weiß-Ravn (9 R.). Die neue Kronprinzessin heißt Birthe Petersen (25 R.), der Kronprinz ist Jürgen Theimert (9 R., aber bessere Trefferlage). Die neuen Majestäten heißen „Ron (Nanko), der Erfolgversprechende“ und „Rosi (Nehls), die Arbeitssame“. Ron Nanko hatte 16 Ringe erreicht, Rosemarie Nehls 27. Die höhere Ringzahl bei den Frauen ist darauf zurückzuführen, dass sie im Gegensatz zu den Männern mit Auflage schießen durften. Die neuen Majestäten erhielten die Königsketten. Ihren ersten großen Auftritt haben sie am kommenden Sonnabend. Dann steigt im Schützenheim Hüholz der Schützenball.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert