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Speckregatta 2013 : Spanferkelstander für Björn Meyborg

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

In der Familie des ASC-Kassenwarts hat die Auszeichnung des Arnisser Segelclubs schon Tradition. 66 Yachten waren am Start.

66 Boote hatten zum Saisonhöhepunkt des Arnisser Segelclubs (ASC) gemeldet: der Speckregatta. Und die Yachten fanden dieses Mal optimale Segelbedingungen vor. Bei der Speckregatta geht es traditionsgemäß nicht um Pokale oder „Silber“, sondern um „handfeste Fleisch-, Wurst- und Speckpakete“. Mit den 66 Startern musste der Verein in diesem Jahr ein leichten Rückgang verzeichnen.

Um die Beteiligung zu steigern, möchte der ASC künftig vermehrt Familien für die Regatta begeistern. Das könnte durch eine Veränderung der Yardsticks erfolgen, die Familien begünstigt, erklärte ASC-Vorsitzender Thies Kölln bei der abendlichen Siegerehrung. Über Yardsticks werden die tatsächlich gesegelten Zeiten in „berechnete Zeiten“ umgewandelt. Dadurch können langsamere Schiffe gegen schnellere gewinnen. Für einen reibungslosen Ablauf der Regatta sorgten Sportwart Thedje Ancker und zahlreiche Helfer. Walter Sperlich als Wettkampfleiter hatte den Regattakurs mit Start vor Karschau ausgesteckt und auch die Zeitmessung bei der Regatta übernommen. Die 6,7 Seemeilen lange Strecke führte von Karschau Richtung Winnemark, von dort Richtung Marienhof und dann weiter schleiabwärts nach Sieseby. Von dort ging es zurück über Winnemark und Karschau zum Ziel vor Winnemark. Diese Strecke mussten die großen Boote zwei Mal abfahren, die Jollen einmal. Als Start- und Zielboot diente die „Husly“ von Lore Wendt. Von hier aus erfolgte der Startschuss für die insgesamt fünf Starts der 66 Boote.

Nach gesegelter Zeit schaffte Lasse Ricklefs mit der „Naitaka“ (Juwel 34) mit 2 Stunden 10 Minuten und 32 Sekunden die Bestzeit. Nach berechneter Zeit lag dagegen Jan Willem Paulsen mit der „Västanfläkt“ (6 meter) und einer Zeit von 2.19:40 Stunden vorn. Im Rahmen der ASC-Speckregatta werden nicht nur Sieger ermittelt und Preise vergeben. Auf einen Regattateilnehmer wartet jedes Mal eine Überraschung. Jeweils ein verdientes Clubmitglied wird bei der Speckregatta mit dem „Spanferkelstander“ geehrt. Diese Entscheidung, wer mit dem Spanferkelstander geehrt wird, fällt zwar vor der Regatta, bleibt aber bis zum Zieleinlauf des Betreffenden streng geheim. Denn es gilt die Regel, nur wer beim Zieleinlauf am Ruder sitzt, kann den Spanferkelstander auch bekommen. Darum versucht jeder Bootseigner das Boot eigenhändig durch das Ziel zu steuern. Das Prozedere läuft so ab, dass der ausgewählte Kandidat beim Zieleinlauf „abgeschossen“ wird und dann am Zielboot anlegen muss. Dort wird er mit Sekt und dem Stander empfangen. Den darf er aber noch nicht mitnehmen, sondern muss bis zur offiziellen Übergabe bei der abendlichen Siegerehrung warten.

In diesem Jahr heißt der Gewinner des Spanferkelstanders Björn Meyborg (42). Er ist seit 1970 Mitglied des ASC, war schon in der Jugendabteilung Schriftwart und ist heute Kassenwart des ASC. Meyborg war nicht überrascht, als er beim Zieleinlauf mit seiner „Mazurka“ (Granada 27) die Signalschüsse hörte. Denn er war vorher gefragt worden. „Aber niemand weiß, wer den Spanferkelstander bekommt. Es werden mehrere gefragt“, erklärte er. Aber er freue sich sehr, dass es ihn diesmal getroffen habe. Bei der Siegerehrung lobte ASC-Vorsitzender Thies Kölln die Verdienste des neuen Spanferkelstander-Gewinners 2013. Wie er erläuterte, hat der Spanferkelstander in der Familie Meyborg Tradition. Bereits der Onkel – im Jahr 1957 – als auch der Vater (1987) waren vom ASC mit dem Spanferkelstander ausgezeichnet worden. Björn Meyborg darf den Spanferkelstander ab sofort am Boot führen. Er hat aber auch die Verpflichtung übernommen, ASC-Mitglieder und –Vorstand zum Spanferkelessen im November einzuladen.

Anschließend gab Sportwart Thedje Ancker die Sieger und Platzierten der fünf Starts bekannt. Alle erhielten ihr Fleischpaket. Ganz besonderen Beifall erhielt Claus Dahms. Der 77-Jährige war im zweiten Start mit dabei, – auf dem Surfbrett, wie in den 17 Jahren zuvor. Lediglich im vergangenen Jahr konnte er wegen des starken Windes nicht mitmachen. Mit seiner berechneten Zeit kam er unter den 20 Konkurrenten des zweiten Starts auf Platz 16. Er surfe bereits seit 40 Jahren, erklärte er mit Stolz. Nach der Siegerehrung war Party angesagt. Für die Musik sorgte DJ Flo (Florian Föh).

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erstellt am 09.Sep.2013 | 00:31 Uhr

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