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Schlei-Bote

21. Oktober 2017 | 20:20 Uhr

Sorge um Schwimmtraining wächst

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Nach dem Ausstieg der DLRG Kappeln wird die Ausbildung im Flensburger Campusbad für die GGH noch teurer

Das Aus für die Schwimmhalle in Ellenberg Ende vergangenen Jahres hat die DLRG Gelting-Golsmaas-Hasselberg (GGH) in die Bredouille gebracht. Doch Ausbildung und Training müssen fortgeführt werden – nicht zuletzt auch im Interesse des sommerlichen Wachdienstes und damit der Sicherheit der Strandbesucher. Deshalb sind Ausbildung und Training in das Flensburger Campusbad verlegt worden. Dienstags und donnerstags stehen dort jeweils eine Stunde zwei Bahnen zur Verfügung. Das zu ermöglichen war und ist für die Verantwortlichen nicht nur ein organisatorischer, sondern auch ein finanzieller Kraftakt. Zunächst noch bis Ende dieses Monats fährt ein gecharterter Bus mit Schwimmern in die Fördestadt. Um die Kosten in den Griff zu bekommen, hatte sich die GGH mit der DLRG Kappeln zusammen getan. Doch die ist zum großen Leidwesen des Vorsitzenden Jürgen Horn aus diesem Miteinander ausgestiegen. Das bedeutet, dass die GGH allein mit den Kosten dasteht. „Und das ist“, sagte Horn, „allein nicht zu stemmen“. Folglich ergebe sich die Frage, wie es weitergehen solle.

Diese Problematik zog sich wie ein roter Faden durch die Mitgliederversammlung. Beiträge und Gebühren für die Fahrten nach Flensburg zu erhöhen, wäre die denkbar schlechteste Lösung, waren sich die Mitglieder einig. Es könne nicht sein, dass die DLRG-Mitglieder neben viel Zeit auch noch mehr Geld investieren müssen, um ihr ehrenamtliches Engagement auszuüben. „Irgendwann ist Schicht im Schacht“, stellte Jürgen Horn klar und richtete seinen Blick auf die anwesenden Bürgermeister: „Wir brauchen finanzielle Hilfe.“ Dieser Bitte wollte sich Hasselbergs Bürgermeister Hans-Heinrich Franke nicht verschließen und will sich, wie er sagte, für eine Unterstützung von kommunaler Seite stark machen, denn auch er betonte: „Es muss weitergehen.“ Auf alle Fälle will die DLRG eine Haus- und Straßensammlung organisieren, um Geld in die Kasse zu bekommen.

Zu Beginn der Versammlung hatten neben Franke auch seine Bürgermeister-Kollegen Hans-Walter Jens (Kronsgaard), Kay-Uwe Andresen (Maasholm) und Hans-Jürgen Schwager (Stoltebüll) das große Engagement der DLRG gelobt. Die GGH sei unverzichtbar und müsse unterstützt werden. So sah es auch der stellvertretende DLRG-Kreisvorsitzende Manfred Jendrecki aus Jarplund. Die Motivation, Nichtschwimmer zu Schwimmern und Schwimmer zu Rettungsschwimmern auszubilden, sei groß. Das zu unterstützen, sei unerlässlich. Jendrecki: „Die DLRG ist kein Schwimmclub, sondern die weltweit größte Wasserrettungsorganisation.“

Rückblickend auf die Wachsaison 2014 berichtete der technische Leiter Armin Blome von 69 Rettungsschwimmern, die im Einsatz waren – 23 davon von der GGH, die anderen von „außerhalb“. Was die Saison 2015 betrifft, wird es vom 27. Juni bis 6. September wieder einen Strand-Wachdienst geben. Angesichts der Länge des zu bewachenden Strandes sei es dringend erforderlich, die Rettungsstation Golsmaas herzurichten – im Sinne der Zertifizierung als „Life Guarded Beach“. Dankbar zeigte sich Blome gegenüber dem Amtsausschuss Geltinger Bucht, der der GGH als Ersatz für das alte ein neues Rettungsboot bewilligt hat.

Schatzmeister Thies Banneck zeigte sich erfreut über die von 145 auf 165 gestiegene Zahl von Mitgliedern. Allerdings verhehlte auch er nicht, dass die Kosten für die Ausbildung und das Training in der Campushalle „unser großes Sorgenkind“ sind. Die Finanzierung müsse mit spitzer Feder gerechnet werden.

Bei den Wahlen wurde Vorsitzender Jürgen Horn ebenso in seinem Amt bestätigt wie Schatzmeister Thies Banneck und der technische Leiter für die Ausbildung, Roman Weber. Zu Beisitzern bestimmten die Mitglieder Jan Wegener, Nina Doose und Ann-Katrin Krüger. Angesichts der zunehmenden Zahl von Asylbewerbern wurde vereinbart, alles daran zu setzen, Flüchtlingskindern aus dem Bereich des ehemaligen Amtes Gelting eine Anfängerschwimmausbildung in Pottloch zu ermöglichen.

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