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Schlei-Bote

19. Oktober 2017 | 08:19 Uhr

Sonderband für Steinbergs Promis

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Chronikverein widmet sich Persönlichkeiten mit Wurzeln in der Gemeinde / Bernhard Asmussen bleibt Vorsitzender

„60 Persönlichkeiten aus sechs Jahrhunderten“ – so hatte Vorsitzender Bernhard Asmussen seine Steinberger Biografien getitelt. Und da kamen die Mitglieder des Vereins „Kirchspielchronik Steinberg“ aus dem Staunen nicht mehr heraus. Keiner hatte gewusst, dass Christian I. (1426  -  1481) nicht nur König von Dänemark, Norwegen und Schweden sowie Herzog von Schleswig war, sondern auch Herr auf Steinberggaard und somit eine Steinberger Persönlichkeit. Akribisch hatte Asmussen zusammengetragen, wer sonst noch zu den Persönlichkeiten im Kirchspiel gehörte – Männer und Frauen, deren Wurzeln in Steinberg liegen, die im öffentlichen Leben eine Rolle spielten, bemerkenswerte Leistungen vorzuweisen hatten, auf eine gewisse Originalität pochen konnten. Ob Adel, Pastoren, Lehrer, Künstler oder Originale – das Kirchspiel hat so manche Persönlichkeit hervorgebracht.

Da fiel auch der Name von Pastor Martin Vollstedt, der darauf drängte, dass beim Bau der Nordstraße diese durch Steinbergkirche geführt wurde. Emmy Schmidt machte sich als Leiterin des Jugendaufbauwerkes Steinberghaff verdient und wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Genannt wurde auch Wilhelm Kaisen (1887  -  1979): Präsident des Senats von Bremen – ein Mann mit Steinberger Wurzeln, dem eine eigene Briefmarke gewidmet wurde. Artur Hansen-Rasch (1919  -  1981) machte sich nicht nur als Kreisbrandmeister einen Namen, sondern auch als „Vater“ des noch heute bestehenden Freiwilligen-Rettungsdienstes der Feuerwehr Steinbergkirche. Und Paul Selk (1903  -  1996) durfte nicht fehlen: Schulleiter in Bredegatt und ein in ganz Schleswig-Holstein bekannter Volkskundler. Fazit von Asmussen: „Wir wissen vieles, aber noch nicht alles ganz genau. Wir müssen weiter nachforschen.“

Auf alle Fälle, da waren sich die Mitglieder des Chronik-Vereins einig, sind die Steinberger Biografien es wert, in einem Sonderband verewigt zu werden. Davon gibt es bereits etliche und die neuesten werden am Sonnabend, 25. April, ab 14.30 Uhr im „Steinberger Hof“ präsentiert. Dazu gehören als Nachdruck der Sonderband 10 „Die Spule“ – Erinnerungen an die Kreisbahn Flensburg-Kappeln, der Sonderband 16 „Untergang in der Geltinger Bucht“ mit Erinnerungen an das Kriegsende 1946 im Steinberger Haff sowie Sonderband 17 „Steinberg in der Steinzeit“ über die Ur- und Frühgeschichte im Kirchspiel.

Rückblickend auf 2014 berichtete Asmussen von den Treffen der Chronisten jeden Mittwoch in der ehemaligen Schule von Norgaardholz. Dabei ging und geht es vor allem um die Fortschreibung der Kirchspiel-Chronik. Erfreulich nannte er, dass die angebotenen Sprechstunden gut besucht seien. Ein Hauptaugenmerk haben die Mitglieder – es sind rund 60 – auf die Wiederbelebung des Dorfnamens „Bredegatt“ gerichtet. Bei der Fusion der Gemeinden Steinbergkirche und Quern sei zugesagt worden, dass alle Ortsteile namentlich erhalten bleiben. Doch Bredegatt gibt es nur noch als Straße. Das sei zu wenig.

Bei den Wahlen gab es ein einmütiges Votum für Bernhard Asmussen als Vorsitzenden. Sein bisheriger Stellvertreter Hans-August Lassen stand für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung, seine Nachfolge trat Günter Völkel, der zugleich Archivpfleger bleibt, an. Die Schriftführung übernahm Ingrid Albrecht, die Kassenführung Arne Johannsen.

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