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Schlei-Bote

20. Oktober 2017 | 11:39 Uhr

Sörup kippt Baugebiet Elkierdamm

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Massive Beschwerden der Firma M. Jürgensen waren erfolgreich – Nähe zu Gewerbebetrieben hätte zu Problemen führen können

shz.de von
erstellt am 30.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Das Baugebiet Elkierdamm wird es in Sörup nicht geben. Die Gemeindevertretung hat beschlossen, dafür keinen Bebauungsplan aufzulegen. Damit ist rechtzeitig vor Jahresende ein großes Problem vom Tisch. In einer kleinen Gesprächsrunde informierte Bürgermeister Dieter Stoltmann den Geschäftsführer von M. Jürgensen, Andreas Willim, sowie Gert und Gerhard Lassen vom landwirtschaftlichen Lohnunternehmen Arthur Lassen über die Beweggründe der Gemeinde, die Pläne nicht weiter zu verfolgen.

Das Baugebiet sei von der Gemeindevertretung nicht willkürlich ausgewählt worden, unterstrich Stoltmann die Festlegung. Die Landesplanung verlange, bei der Ausweisung von neuen Baugebieten innerörtliche Flächen vorrangig zu überplanen. Und der von der Landesplanung genehmigte F-Plan sehe den innerörtlich gelegenen Elkierdamm als mögliches Baugebiet vor. Im Zuge der Planung habe sich aber ergeben, dass sich diese Fläche aufgrund der Nähe zu Gewerbebetrieben nicht eignet. Insbesondere die Firma M. Jürgensen hatte große Bedenken angemeldet und sich massiv gegen die Ausweisung als Baugebiet gewehrt, gar damit gedroht, sich im Falle des Falles ganz aus Sörup zurückzuziehen. 300 Meter Abstand zu einem Betrieb der Schwerindustrie seien zu gering, war immer wieder von Geschäftsführer Andreas Willim angemahnt worden. Auch die Firma Lassen hatte auf mögliche immissionsschutzrechtliche Bedenken hingewiesen.

Waren diese Argumente zunächst als nicht ausreichend angesehen worden, so hat Bürgermeister Dieter Stoltmann nach seiner Amtsübernahme das Thema zur Chefsache erklärt und ist zusammen mit der Gemeindevertretung zu dem Schluss gekommen, dass es schwierig sei, das Baugebiet im Genehmigungsverfahren umzusetzen. Auch eine abgespeckte Version hätte keine Chance gehabt, sagt der Bürgermeister. Vor diesem Hintergrund wurde nun die Reißleine gezogen – das Baugebiet Elkierdamm wird nicht weiter verfolgt.

Es herrsche Genugtuung bei den beteiligten Unternehmen, wenn auch ein bitterer Nachgeschmack bleibe, gibt Andreas Willim zu. Das Unternehmen habe in dieser Angelegenheit viel Zeit und für juristischen Beistand viel Geld ausgegeben. „Geld, das wir lieber sozialen Einrichtungen in der Gemeinde gespendet hätten“, so Willim.

Bürgermeister Stoltmann unterstreicht, dass für Sörups Kommunalpolitik auch in Zukunft die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen einen hohen Stellenwert habe. Dies habe den Gemeindevertretern die Entscheidung leichter gemacht. Für Sörup sei es aber weiterhin wichtig, Bauplätze anbieten zu können. Wo genau andere Flächen zur Verfügung stehen, soll jetzt eine Ortsplanung ergeben, die der Gemeindevertretung einen langfristigen Planungshorizont bietet, so Stoltmann.

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