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Schlei-Bote

24. Oktober 2017 | 12:27 Uhr

Sörup kann weiter wachsen

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Büro erstellt neues Konzept für die bauliche Entwicklung der Gemeinde / Landesplanung hat Entwurf bereits zugestimmt

Die starke Nachfrage nach Baugebieten zwingt die Söruper Gemeindevertretung zum Handeln: Das Baugebiet „Seelücke“ mit etwa 34 Baugrundstücken wird überplant. Der Erschließungsträger berichtete der Gemeindevertretung über die Anregungen der Öffentlichkeit und deren planerische Umsetzung. Wegen der starken Nachfrage nach Bauplätzen will die Gemeinde Sörup das Baugebiet „Seelücke“ erweitern und dafür die planerischen Voraussetzungen schaffen.

Die bauliche Entwicklung der Gemeinde Sörup ist in den vergangenen
30 Jahren gekennzeichnet von einem über die gesamte Gemeinde verteilten Flickenteppich. Wurde die Ausweisung von Gewerbe- oder Wohnbauflächen notwendig, hat die Gemeinde eben dort geplant und gebaut, wo gerade Flächen zur Verfügung standen. Dass kein umfassendes Entwicklungskonzept für die gesamte Gemeinde vorlag, wurde bei der geplanten Ausweisung des Baugebietes Elkierdamm im Ortskern deutlich. Die Nähe zu Gewerbebetrieben machte die Umsetzung unmöglich. Ein Dilemma für die Gemeinde, denn die Bauwilligen standen zu diesem Zeitpunkt bereits Schlange.

Bürgermeister Dieter Stoltmann nahm diese Situation zum Anlass, kurzfristig das Flensburger Planungsbüro „Pro Regione“ zu beauftragen, eine Standortalternativprüfung für Sörup zu erstellen. Eine Planung, die sowohl die Vorgaben des Baugesetzbuches wie anderer rechtlicher Grundlagen, eine Ist-Aufnahme beinhaltet und auf diesen Grundlagen Auskunft darüber gibt, wo es sinnvoll und möglich ist, neue Bau- und Gewerbeflächen auszuweisen.

Geograph Manfred Demuth von „Pro Regione“ stellte auf einer Gemeindevertretersitzung die Ausarbeitung seines Hauses vor und bekam, das sei vorweg genommen, für seine Planungsaussagen viel Lob von den Gemeindevertretern. Obwohl Sörups Gemeindevertreter sich permanent mit Flächen- und Bebauungsplänen beschäftigen, beinhalteten die Aussagen von Demuth neue Planungsvorgaben. Um eine Zersiedelung zu verhindern, schreibt das Baugesetzbuch vordringlich eine innerörtliche Bebauung vor. Die ist, so die Erhebung, bis auf kleine Flächen nicht möglich, da die innerörtlichen Flächen bereits bebaut sind oder nicht zur Verfügung stehen.

Im Norden der Gemeinde stößt eine Bebauung an die natürliche Grenzen der Tarper Straße, im Süden der Gemeinde ist zwar ein Bio-Verbundsystem zu beachten, dort wird aber Sörups bauliche Zukunft liegen. Vor diesem Hintergrund sind die zur Verfügung stehenden kurzfristig möglichen Bauflächen ausgewiesen. Für weitere Gewerbeflächen an der Schulstraße und für Bauwillige im Bereich Seelücke.

„Unsere Planung ist bereits mit der Landesplanung abgestimmt und abgenickt“, freute sich Bürgermeister Dieter Stoltmann. Die vorliegende Standortalternativprüfung sei ein laufender Prozess ergänzte Manfred Demuth. Sie eröffne die Möglichkeit laufend über den Stand der Planung und Bebauung zu verfügen.

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