Glücksburg : Skater wollen neuen Park

Wollen  mit anpacken: Skater um Stadtjugendpflegerin Claudia Wrobel (2.v.r.) und Bärbel Demuth vom Stadtjugendring.
Wollen mit anpacken: Skater um Stadtjugendpflegerin Claudia Wrobel (2.v.r.) und Bärbel Demuth vom Stadtjugendring.

Mehr als 25.000 Euro wird der neue Skaterpark kosten. Dennoch wollen die Stadt Glücksburg und erste Sponsoren den Wunsch der Jugendlichen fördern.

shz.de von
10. Dezember 2013, 19:57 Uhr

„Das wird der beste Park für Skater nördlich von Hamburg“, meint der 23-jährige Koch Kim Jensen. Die umstehenden Jugendlichen, die sich versammelt haben, um für ihr Projekt zu werben, nicken bestätigend. Genügend „Quarters“ zum Schwungholen soll es geben, attraktive Aufbauten wie „Speed bumps“ oder eine „Street bank“ mit „Curb“ – der Laie versteht nicht viel, aber doch soviel: Es ist Kim Jensen und den etwa 20 aktiven Skatern aus Glücksburg, die zwischen zwölf und 35 Jahre alt sind, ernst mit der Umsetzung eines neuen Skaterplatzes. Auf der Fläche des jetzigen unterhalb der Rudehalle soll ab 2014 ein Areal nach den neuesten Kriterien entstehen. Der alte Platz ist 13 Jahre alt. Die holzbeschichteten Aufbauten, die auf Asphalt stehen, sind nicht mehr zu reparieren.

Jugendpflegerin Claudia Wrobel bestätigt: „Wir ziehen das durch.“ Sie zeigt verschiedene Ansichten der geplanten Anlage. Wrobel sieht den Platz als Anziehungspunkt für Jugendliche auch von weiter weg. Der Park in Flensburg sei eher etwas für BMX-Fahrer. Und der Platz in Harrislee habe nicht die Qualität, die ihr für Glücksburg vorschwebe.

Im Glücksburger Bauamt steht das Projekt kurz vor der Bewilligung. Lars Renken von der Stadtverwaltung sagt: „Das Bauantragsverfahren läuft.“ In Kürze soll es einen Termin mit der Bauaufsicht geben. Die Stadt hat laut Wrobel 25.000 Euro zur Verfügung gestellt. Jetzt sei man auf der Suche nach Sponsoren. Die Endsumme möchte sie nicht nennen. Komme sie nicht zusammen, werde man durch Eigenarbeit die Kosten drücken.

Das altersmäßig nicht unbedingt skatertaugliche Glücksburger Publikum und eine der neusten Anlagen Schleswig-Holsteins – wie passt das zusammen ? „Wir wagen das Projekt wegen der Hilfe einer Person“, erklärt Wrobel. Es ist Arne Fiehl, den alle Arne „Boardstein“ nennen, nach der gleichnamigen Skaterzeitschrift, die er gründete und inzwischen wieder einstellen musste. Fiehl stammt aus der Region, möchte irgendwann zurück nach Glücksburg, so Wrobel. In Hamburg betreibe er eine Baufirma für Skaterplätze, sei also der ideale Mann. Kim Jensen glaubt: „Zur Not zeigt er uns, wie wir den Beton verarbeiten sollen.“ Arne Fiehl selbst ist schwer zu erreichen. Wrobel weiß: „Er ist in Frankreich unterwegs.“ Einen Sponsor hat sie aber schon: Der Edeka-Markt Matthiessen unterstützt das Projekt mit 1500 Euro.

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