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Gorch-Fock-Schule Kappeln : Sie sorgt für einen guten Start in den Morgen

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Karina Kalkowsky ist seit September Schulassistentin an der Gorch-Fock-Schule.

shz.de von
erstellt am 28.Jan.2016 | 07:15 Uhr

Gerade mal fünf Monate ist Karina Kalkowsky Teil der Gorch-Fock-Schule. Dass ihr bei einem kurzen Weg über die Flure die Grundschüler trotzdem vollkommen unverstellt in die offenen Arme laufen, ist der deutlichste Beweis dafür, dass dort jemand seine Rolle gefunden hat. Eine Rolle, die, wenn man Schulleiterin Barbara Scheufler hört, schon längst ihren Platz im Schulalltag verdient gehabt hätte.

Karina Kalkowsky ist Schulassistentin, eine von dreien, die der Nahbereichschulverband im vergangenen Sommer für die Gorch-Fock-Schule in Ellenberg und Habertwedt sowie die Grundschule Karby eingestellt hat. Barbara Scheufler sagt über sie: „Frau Kalkowsky ist inzwischen eine konstante Größe.“

Die ausgebildete Erzieherin ist 18 Stunden in der Woche in der Schule anzutreffen. Als Schulassistentin ist sie unterrichtsbegleitend in einer ganzen Klasse oder kleineren Lerngruppen tätig, betreut außerdem an einem Tag in der Woche die „Insel“, einen Rückzugsraum für Schüler. Und sie arbeitet auch mit einzelnen Kindern. „Wenn ich morgens in die Klassen komme, gucke ich, wer Hilfe braucht, wer vielleicht keinen so guten Start in den Tag hatte“, sagt Karina Kalkowsky. Dabei ist es nicht nur ihr erklärtes Ziel, eventuelle Lerndefizite abzufedern, sondern auch sich um die soziale und emotionale Entwicklung der Kinder zu kümmern. Traurigen oder wütenden Schülern kann Karina Kalkowsky so den Platz einräumen, sich zu beruhigen, eine kurze Auszeit zu erlauben und eine neue Perspektive zu erkennen.

Unterstützung erfährt die Schulassistentin dabei vom Lehrerkollegium der Gorch-Fock-Schule. „Die Absprachen funktionieren bestens, ich werde gut und schnell informiert“, sagt Kalkowsky. „Diese Offenheit ist nicht selbstverständlich.“ Aber sie ist Teil der eigenen Definition der Grundschule. Barbara Scheufler sagt: „Wir empfinden weder unsere Schulassistentin noch unseren Schulsozialarbeiter als Zu- oder Hilfsarbeiter. Sie gestalten vielmehr unser gemeinsames Schulkonzept entscheidend mit.“ Und sie ergänzen sich gegenseitig: Während die Schulsozialarbeit eher bei einer akuten Konfliktsituation aktiv wird, stärker Elternberatung betreibt oder besondere Projekte herausstellt, ist die Schulassistenz enger in den schulischen Alltag eingebunden, dadurch auch etwas dichter an den einzelnen Schülern dran. So zumindest definiert es Barbara Scheufler. Die Schulleiterin ist dankbar für das Mitwirken von Karina Kalkowsky. „Der Bedarf an einer Schulassistenz ist schon lange da gewesen“, sagt Scheufler. Durch Faktoren wie Inklusion und familiäre Defizite sei Schule mit gänzlich anderen Arbeitsbedingungen konfrontiert als in der Vergangenheit.

In Karina Kalkowsky hat die Gorch-Fock-Schule jemanden gefunden, der die Herausforderung erkannt hat („Ich habe wirklich viel zu tun.“), sie aber genauso gerne annimmt („Ich bin sicher, dass ich das gut schaffen kann.“). Die Schulassistentin ist schnell in das System Gorch-Fock-Schule hineingewachsen. So schnell, dass Barbara Scheufler nach fünf Monaten zweifelsfrei sagt: „Wir sind alle miteinander glücklich. Und das hilft der ganzen Sache sehr.“ Vor allem den knapp 200 Grundschülern, die sich in dem aus Schulassistenz, Schulsozialarbeit und Lehrerkollegium eng gewobenen Netz gut aufgehoben fühlen sollen.

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