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Winnemark : Sie bilden die Raute an der Schlei

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der HSV-Fan-Club „Die Schleigeister“ feiert morgen sein fünfjähriges Bestehen.

Echte HSV-Fans müssen in diesen Tagen leidensfähig sein – ist ihr Verein zurzeit mal wieder in der unteren Tabellenhälfte auf dem 16. Platz zu finden. Auch die Mitglieder des HSV-Fanclubs „Die Schleigeister“ treibt das Gespenst der Abstiegsangst um. Dabei haben die 36 Fußballbegeisterten an diesem Wochenende etwas zu feiern – morgen wird im Vereinslokal, Gasthof Victoria“, das fünfjährige Bestehen entsprechend gewürdigt.

Die Idee, in Schwansen einen HSV-Fanclub zu gründen, stammt von den vier Freunden Werner Blaas (Karby), Richard Krentz und Bernd Kruse (Winnemark) und Harald Kloss (Kappeln). „Gemeinsam Fußball zu gucken, macht einfach mehr Spaß“, so Kloss, der seit der Gründung Vorsitzender ist. Was lag also näher, als einen Verein zu gründen? Da auch der Wirt des Gasthofs „Victoria“, Norbert Moese, glühender HSV-Anhänger ist, war ein Vereinslokal schnell gefunden. 20 Fans, zünftig gekleidet in Weiß-Blau, nahmen an der Gründungsversammlung teil. Ein Club-Logo wurde entworfen – es zeigt die Schlei in Verbindung mit der bekannte Raute. Jeden letzten Dienstag im Monat trifft man sich seit dem, um die gemeinsamen Fahrten zu den Heimspielen des HSV zu besprechen. Aber auch bei Auswärtsspielen sind die „Schleigeister“ in den Stadien zu finden.

Einer der Mitglieder ist Erhard Michelsen. Der 78-Jährige kennt den HSV noch aus der Zeit, als dieser in der Regional-Liga Nord gegen Holstein Kiel gespielt hat. Der gebürtige Kieler hält dem HSV die Treue – auch im Falle eines Abstiegs, was er aber nicht wirklich glauben möchte. „Ich fühle mich zu dem Verein hingezogen“, lautet seine Begründung.

Obwohl sie sogar Mitglied beim Hamburger Sportverein ist und der Verein seit ihrem 16. Lebensjahr mehr oder minder ihre Wochenenden bestimmt hat, beurteilt Angela Kloss (30) die Lage angesichts der sportlichen Entwicklung äußerst realistisch. „Wir steigen hoffentlich ab“, sagt sie. Deutliche Worte der Tochter des Vorsitzenden, der erst aufgrund ihrer Begeisterung den Weg zum HSV gefunden hat. Sie hoffe, das der Dinosaurier der Bundesliga (seit der Gründung der Bundesliga 1963 als einziger Verein ohne Abstieg) durch ein Jahr in der zweiten Liga endlich zur Besinnung komme und wieder zu seinem Spiel finde. Eine Möglichkeit, die Marwin Blaas (18) fürchtet. „In dem Fall könnte ein schneller Wiederaufstieg schwierig sein“, glaubt der Schüler. Eine Einschätzung, die viele im Fan-Club teilen. Angesichts des neuen Trainers, Peter Knäbel, fallen die Beurteilungen in Bezug auf den Klassenerhalt aber eher vorsichtig aus – aber die „Schleigeister“ geben sich kampfeslustig.

Einig sind sich alle Fans – egal, welchen Alters: Ein Mal HSV-Fan – immer HSV-Fan. Ob das auch für das jüngste Mitglied der „Schleigeister“, den sechs Monate alten Paul Moese, Sohn des Mitglieds und Junior-Chefs im „Victoria“, Stefan Moese, gilt, bleibt abzuwarten.

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erstellt am 28.Mär.2015 | 12:45 Uhr

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