Geltinger Tage : Shanty-Chor hinter Gittern

Der Shanty-Chor stand mit seinen Seebären hinter Gittern, aber dafür im Schatten.
1 von 2
Der Shanty-Chor stand mit seinen Seebären hinter Gittern, aber dafür im Schatten.

Laut-fröhlicher Umzug zu den Geltinger Tagen. Die Teilnehmer kostümierten sich zum Thema „Zirkus“.

Avatar_shz von
21. Juli 2014, 07:30 Uhr

Laut, fröhlich und auch etwas schrill: So gestaltete sich der obligatorische Umzug durch die Gemeinde, der bei den 37. Geltinger Tagen dieses Mal ganz im Zeichen von „Zirkus“ stand. Also hieß es Manege frei für Clowns und Artisten. Denn entsprechend des Mottos hatten sich die Teilnehmer am Umzug geschminkt und kostümiert. Ob Jugendfeuerwehr oder „Shantychor hinter Gittern“, ob „Bambinis“, Handels- und Gewerbeverein oder Klein-Gaarwanger, Sportverein oder Männerchor, um nur einige der vielen Vereine und Verbände zu nennen: Sie alle mischten mit.

Mit dabei waren auch wie bereits seit 2009 die Rosenkönigin und ihre Prinzessin aus Glücksburg. Und auch die gewichtige „Helga“, eine Neufundländer-Hündin, die einem Mitglied des Handels- und Gewerbevereins gehört, gab einmal mehr ihr Debüt. Dieses Mal lag sie in einem Käfig-Anhänger, an dem hing ein Schild mit der Aufschrift: „Bitte nicht füttern“. Dieses Schild war da nicht ohne Grund, denn Helga mimte dieses Mal ein Bären-Double.

Die Stimmung inner- wie auch außerhalb des rund 300 Meter langen Umzuges war gut. Von dieser fröhlichen Atmosphäre ließen sich auch 24 Jugendliche aus der Partnergemeinde Tartuvald in Estland anstecken, sie marschierten kurzerhand mit. Die Esten im Alter von 13 bis 18 Jahren waren im Rahmen eines Jugendaustausches nach Gelting gekommen. Beim Umzug traten sie als Flagge schwenkende Gruppe passend zu den Nationalfarben in blau-schwarz-weiß auf. Ihre ganz persönlichen zehn Geltinger Tage enden morgen, dann geht es für sie mit dem Bus frühmorgens über Polen zurück in die Heimat.

Bei sengender Sonne verlangte der Umzug allen Marschierenden viel Kondition ab. Doch die Geltinger, die ihre Feste feiern, wie sie fallen, sind in Übung. Angeführt vom Schützenbläserkorps Kappeln kamen sie nicht aus dem Tritt. Dass während des Überquerens der Bundesstraße 199 Vorsicht geboten war, darauf achtete mit roter Kelle die Polizei. Doch Grund zur Unruhe gab es nicht: An der Kreuzung warteten die Autofahrer geduldig und schauten sich ihrerseits interessiert das bunte Treiben an.

Der Lohn für alle Umzügler war zum Schluss das Lob von Bürgermeister Uwe Linde, der mit dem Zylinder auf dem Haupt als Zirkusdirektor für alle anerkennende Worte parat hatte. Dann wurde gefeiert, so wie es in der Gemeinde üblich ist – alle machten mit und alle freuen sich schon jetzt auf den nächsten Sommer und die dann 38. Geltinger Tage – unter welchem Motto, das bleibt abzuwarten.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert