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Hans-Jürgen Schwager : Seit 25 Jahren Stoltebülls "Lautsprecher"

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Zum Dienstjubiläum von Bürgermeister Hans-Jürgen Schwager feierte die Gemeinde im Gerätehaus.

Seit nunmehr 25 Jahren ist Hans-Jürgen Schwager schon Bürgermeister von Stoltebüll. Dabei hat Schwager durch sein Auftreten den Ort weit über die Grenzen des Amtes Geltinger Bucht bekannt gemacht. Dieses erfolgreiche Agieren sowie das Dienstjubiläum war für die Gemeindevertretung Anlass, zu einem Empfang in das Feuerwehrgerätehaus Stoltebüll-Vogelsang einzuladen.

So sehr heute auch Schwager mit Stoltebüll verbunden ist und umgekehrt, so handelt es sich bei dem heute 74-Jährigen um einen Zugereisten, wie der stellvertretende Bürgermeister Jörg Struve erläuterte. Es war die Liebe, die ihn nach Stoltebüll holte. Struve: „Du hast damals Ja zu deiner Frau Margret und zu Stoltebüll gesagt.“ Jahre später hatte Schwager sein Ziel, Bürgermeister zu werden, nur knapp erreicht. Eine Kampfabstimmung gegen den langjährigen Bürgermeister Hermann Bruhn endete mit 5:4 für Schwager. Schwager erinnerte sich: „Als das Ergebnis feststand, flossen Tränen.“ Und der ehemalige Verwaltungsbeamte Johannes Petersen, der damals die Wahl geleitet hatte, erklärte später, nicht mit Schwager zusammenarbeiten zu können. Schon damals war der Wahl-Stoltebüller offen, ehrlich, aber auch manchmal laut aufgetreten. Laut Struve ist eine ganz spezielle Eigenart des Bürgermeisters, dass er – obwohl eher klein gewachsen – auf Veranstaltungen immer gut zu hören ist. Doch Schwager gab der Gemeinde Stoltebüll so eine weit in die Region reichende Stimme. Struve meinte, dass der 74-Jährige kein Blatt vor den Mund nimmt. „Du bist ein Mensch mit starkem Rückgrat.“

Mit seinem schütteren Haar und dem Schnäuzer habe Hans-Jürgen Schwager immer die Nähe zum Bürger gesucht und war viel in der Gemeinde, im Amt und in Kappeln unterwegs. So herrschte auch stets ein „gutes Miteinander“ in den Gemeindesitzungen. „Du bist ein Bürgermeister, der sein Amt lebt“, meinte sein Stellvertreter. Schwager habe viel für Stoltebüll erreicht. Struve erinnerte an den Wanderweg in Graukjer, den Radweg in Wittkiel, den einwandfreien Zustand der Straßen und die gute Finanzlage. Dem Jubilar überreichte er eine Ehrenurkunde und eine Ruhebank für den Garten.

Op Platt gratulierte Amtsvorsteher Thomas Johannsen „för fiefuntwindig Johr as Bürgermeester in Stoltebüll und dat in een Rutsch“. Er überreichte dem Jubilar ein Amtswappen und die Ehrenurkunde des Amtes Geltinger Bucht. Walter Jens, stellvertretender Amtsvorsteher und Kronsgaarder Bürgermeister betonte, dass Schwager den Tourismus vorangebracht habe. „Mach weiter so“, ermutigte er ihn und überreichte ihm ein „Buch aus der Region“.

Hans-Jürgen Schwager erinnerte derweil an seinen ersten Fauxpas: 1991 wurde er vom damaligen Kreisbrandmeister Christian Marxen zurecht gewiesen, dass die Feuerwehr keine Autos, sondern Fahrzeuge besitzt. 1996 habe es das größte Straßenbauprojekt in Stoltebüll gegeben: den Straßenbau von Stangheck zur Senioren-Residenz. Auch der Radweg in Wittkiel sei wichtig gewesen. Immer noch gebe es Aufgaben zu erledigen, wie die Restaurierung des Thingplatzes oder den Internetausbau. Doch der Bürgermeister zeigte sich zuversichtlich in diesen Dingen. Für Schwager bleibt es in diesen Tagen nicht die einzige Feier. In zwei Wochen geht es weiter, dann begeht Stoltebülls Bürgermeister seinen 75. Geburtstag.

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