Segelspektakel : Segler der Classic Week schätzen Kappeln

Buntes Stelldichein  verschiedener klassischer  Bootstypen: Auf unserem Bildausschnitt  sind 30-er Jollenkreuzer, Knarr-Boote, Neptunkreuzer, Drachen und 5mR-Yachten zu erkennen. Wegen der geringen Windstärke wurde die Regatta auf der Schlei für die Crews zum Geduldsspiel. Für die „Dickschiffe“ fiel die Wettfahrt  auf der Ostsee  wegen der Flaute ins Wasser.
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Buntes Stelldichein verschiedener klassischer Bootstypen: Auf unserem Bildausschnitt sind 30-er Jollenkreuzer, Knarr-Boote, Neptunkreuzer, Drachen und 5mR-Yachten zu erkennen. Wegen der geringen Windstärke wurde die Regatta auf der Schlei für die Crews zum Geduldsspiel. Für die „Dickschiffe“ fiel die Wettfahrt auf der Ostsee wegen der Flaute ins Wasser.

Mehr als 130 Boote kamen zur Classic Week nach Kappeln. Das umfangreiche Rahmenprogramm ist bei den Regattateilnehmern äußerst beliebt.

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19. Juni 2014, 07:30 Uhr

Gutes Wetter, tolle Stimmung – das waren in diesem Jahr die Begleiter der Classic Week , dem Treffen der klassischen Yachten des 1994 gegründeten „Freundeskreis klassischer Yachten“ mit Sitz in Hamburg. Der Freundeskreis veranstaltet seit 2006 im vierjährigen Rhythmus die Classic Week als einwöchige Regatta. Und immer ist auch Kappeln, neben Flensburg, Sonderburg, Eckernförde und Kiel, einer der Anlaufpunkte.

In diesem Jahr beteiligten sich 130 Boote mit über 500 Seglern an der „Classic Week“, die unter der Regie des Sprechers des Freundeskreises, Wilfried Horns, ablief. Startort war Flensburg. Die erste Regatta führte von Flensburg nach Sonderburg, die zweite von Sonderburg nach Kappeln. Dort waren die Teilnehmer zwei Tage lang Gast des Arnisser Segelclubs (ASC).

Während dieser Zeit wurden zwei Regatten gesegelt. Ein Offshore-Race der 12-er Klasse fand vor Schleimünde statt. Allerdings verhinderte der fehlende Wind, dass die drei ersten Gruppen der großen Yachten auf die Bahn geschickt werden konnten. Das Inshore-Race der kleineren Boote auf der Schlei zwischen Karschau und Arnis konnte dagegen ohne große Probleme stattfinden, allerdings bei schwachen Winden.

Dass den an der „Classic Week“ beteiligten Seglern aus Deutschland und ganz Europa Kappeln in guter Erinnerung bleiben würde, dafür sorgten ASC-Vorsitzender Peter Boltz und sein Team mit dem Ehrenvorsitzenden Thies Kölln, dem zweiten Vorsitzenden Claus Nissen, Sportwart Thedje Ancker, Festwart Hartmut Föh, Thomas Molt als Beisitzer, die Mitglieder der Jugendabteilung und viele weitere Helfer. Unterstützt wurde die Aktion von der Interessengemeinschaft „schleiboot.de“.

Die zwischen 40 und über 100 Jahre alten Boote wurden an der ASC-Brücke von vielen bunt über die Toppen geflaggten Schiffen begrüßt. Zusätzlich stand die ASC-Jugend bereit, die Gäste mit Fischbrötchen zu bewirten. Als Höhepunkt entpuppte sich natürlich wieder die „Suppentour“. Wie üblich erhielt jeder Teilnehmer bei der Ankunft einen Suppenlöffel und damit den Schlüssel für den Besuch von insgesamt zehn Kappelner Gaststätten, die die Segler mit einem Teller Suppe erwarteten. Wer es schaffte, fünf Teller zu vertilgen, konnte sich das vom Wirt auf einer Teilnehmerkarte bestätigen lassen. Und diese Karte wurde anschließend als Los für eine Tombola genutzt.

Am Dienstagnachmittag folgten die beiden Regatten und die Siegerehrung. Die wiederum dauerte schon deshalb sehr lange, weil neben den sportlichen Ehrungen (für die Langstreckenregatta Sonderburg-Schleimünde am Montag und die beiden Wettfahrten auf und vor der Schlei) ein paar Sonderehrungen anstanden. Kappelns Bürgervorsteherin Dagmar Ungethüm-Ancker überreichte etwa den Ehrenpreis für das Boot mit der längsten Anreise an Daniel Croze, der mit seiner „Michèle II“ aus Nantes gekommen war. Der zweite Ehrenpreis für das schnellste Boot bei der Regatta von Sonderburg nach Kappeln ging an die „Sphinx“ mit Skipper Thies Petersen aus Flensburg.

Bei der abschließenden Siegerehrung der in Kappeln ausgetragenen Regatten wurden jeweils an die drei Erstplatzierten in den elf Gruppen über 132 Preise vergeben. Den musikalischen Rahmen gestaltete das Hamburger Quartett „Walkin’ Bama Kosakosahn“.

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