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Damper Hafenfest : Seenotretter sind der Hingucker

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Urlauber und Einheimische bevölkern die Damper Promenade zum Hafenfest.

shz.de von
erstellt am 31.Aug.2015 | 08:15 Uhr

Das dritte Damper Hafenfest zog bei traumhaftem Spätsommerwetter zahlreiche Besucher an. Urlauber waren genauso im Hafengelände unterwegs wie Patienten der Helios-Kliniken oder Anwohner aus der Region. Und rund um den Yachthafen wurde viel für jede Altersklasse geboten: Informatives zum Staunen, Mitmach-Aktionen, Kulinarisches, Wettbewerbe und auch stilvolles Kunsthandwerk. DLRG-Wachleiter Wolfgang Wallmeier knüpfte Schlüsselanhänger aus Seemannsknoten, bereits seit 42 Jahren gehe er diesem Hobby nach, berichtet er. Außerdem veranstaltete die DLRG auch Tretbootrennen im Hafenbecken.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) bot Rundfahrten auf dem Seenotrettungsboot „Karl von Well“ an, eine lange Schlange hatte sich bereits an der Pier gebildet. Die Camper Susanne Klemens mit ihren Söhnen Nik Ole (10) und Ben Luca (5) sowie Susanne und Ralf Moser mit ihrem Sohn Leon (11) waren unter den Wartenden und vertrieben sich die Zeit mit einem Eis. Sie waren schon sehr gespannt auf die Ausfahrt im Seenotrettungsboot – eine Gelegenheit, wie man sie nicht alle Tage bekommt. Direkt daneben konnte der deutlich größere Seenotrettungskreuzer „Nis Randers“ beim „Open Ship“ besichtigt werden, all dies vor der Kulisse des Yachthafens und einem strahlend blauen Himmel.

Auf dem Hafenvorfeld gab es dann schon die nächste Attraktion für die kleinen Besucher: Gesichert mit einem Hosenträgergurt und gehalten vom Ausleger des Hafenkrans sollten Getränkekisten in die Höhe gestapelt werden. Mit jeder Kiste, um die der Turm wuchs, befanden sich die kleinen Turmbauer in größerer Höhe. Anna Fiona Berger aus Wolfenbüttel in Niedersachsen hatte es geschafft, zwölf Kisten in die Höhe zu stapeln, bevor der Turm zusammenbrach. „Ich habe keine Angst vor der Höhe, und mir gefällt das Fest sowieso sehr gut“ sagte die Zehnjährige hinterher. Ihre Mutter fügte hinzu, dass sie nicht das erste und sicher auch nicht das letzte Mal in Damp seien.

Im oberen Geschoss der Seenotrettungsstation lüftete Werner Schulze aus Rendsburg ein Geheimnis, das viele Besucher schon immer interessiert hat: Wie kommt das Schiff in die Buddel? Der 79-Jährige baut seit mehr als 50 Jahren Buddelschiffe, viele seiner Kunstwerke waren in der Station zu bewundern, darunter berühmte Schiffe wie die Gorch Fock, die Pamir und die Passat, aber auch antike Schiffe, wie die Trireme, gebaut von den Ägyptern und Phöniziern. Geduldig erklärte Werner Schulze den Interessierten die einzelnen Schritte des Baus. „Buddelschiffbauer sind nett und ausgeglichen“, meinte er und berichtete, dass die Fertigstellung eines seiner kleinen Kunstwerke ein besonderer Moment sei, fast wie ein Stapellauf.

Aktivität gab es auch beim Urzeitmuseum, das in dem historischen Schiff „Albatros“ untergebracht ist. Dort konnten die Kinder im Sand nach Edelsteinen graben oder aus Steinen kleine versteinerte Tiere herausschlagen. Birgit Richtarsky aus Winnenden wartete geduldig auf ihren Enkel Leon (9), der unermüdlich nach Schätzen suchte. „Leon interessiert sich sehr für Tiere, Urzeit und Versteinerungen“, sagte seine Großmutter. „Er könnte den ganzen Tag bei der Albatros verbringen.“

Besonders spektakulär ging es dann am Strand zu, dort fand die „Floßbau-Challenge“ statt. Vier Teams zwischen zehn und 33 Jahren waren angetreten, um mit viel Spaß und Engagement folgende Aufgabe zu erfüllen: die Materialien (Fässer, Bretter, Seile) zuerst zum Wasser zu tragen, zu einem Floß zusammenzubauen, es zu Wasser zu lassen, eine vorgegebene Strecke auf dem Wasser zu absolvieren, das Floß wieder auseinander zu bauen und die Materialien zum Startpunkt zu bringen und ordentlich abzulegen. Stephan Schwarzbach, der den Wettbewerb leitete, betonte: „Besonders bemerkenswert ist, dass die Teams, die aus bis zu sechs Personen bestehen, sich spontan hier zusammengefunden haben.“ Am Ende gewann das älteste Team, bestehend aus Finn und Jendrik Seefeld, Patryck Pochpien und Sina Wiemers. Die Urlauber aus Flensburg und Göttingen gewannen Gutscheine und wollen auf jeden Fall im nächsten Jahr wiederkommen.

Musik gab es später mit den „Bad Bobs“, die die Damper Gäste nicht zum ersten Mal aufs Feinste unterhielten. Bunter und fröhlicher konnte ein Tag am Meer kaum sein, da waren sich die begeisterten Besucher einig.

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