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Kronsgaard : Schwimm-Ausbildung in Pottloch

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Nach der Schließung des Bades in Ellenberg hat sich das Bad im Hotel Ostseeblick für die DLRG als Alternative bewährt.

shz.de von
erstellt am 11.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Nach der Schließung des Schwimmbads in Ellenberg Ende 2014 hat die DLRG Kappeln die Schwimmausbildung in das kleine Bad des Hotels „Ostseeblick“ in Pottloch verlegt. „Hier sind wir von Familie Thomsen mit offenen Armen aufgenommen worden“, freut sich Ilona Mende, technische Leiterin der DLRG. Zusammen mit den Jungen und Mädchen taucht die 57-Jährige im Winterhalbjahr montags und donnerstags in das 30 Grad warme Wasser des zwölf mal sechs Meter großen Schwimmbeckens. Derzeit nehmen 40 Kinder in sechs Gruppen an dem Unterricht teil. Nach der Gewöhnung an das nasse Element bereitet sie die Kinder auf das Seepferdchen-Abzeichen und weiterführend auf Bronze vor. Dieses Abzeichen, für das die Kinder zwischen Mai und September dann im Freibad Südebrarup üben,– der zweiten Ausbildungsstätte der Kappelner DLRG, die aktuell 150 Mitglieder hat.

Die Nachfrage ist so groß, dass weitere Anmeldungen erst ab November wieder berücksichtigt werden können. Die Eltern sind froh über die Alternative zur Schwimmausbildung und nehmen die Fahrerei zwei Mal pro Woche in Kauf. Die Ausbildung ihrer Kinder, die Mitte Januar begann, zeigt bereits erste Früchte. Zum Beispiel bei der sechsjährigen Kimberly Joyce aus Olpenitz. Für Mutter Carmen Laedke war und ist klar, dass ihre Tochter schwimmen können muss. Das sei zwingend erforderlich, „denn wir leben am Meer“. Ebenfalls sechs Jahre alt ist Rona aus Kopperby. Ihre Oma Dörte Carstensen ist angetan von Pottloch und sagt: „Hier das Schwimmen lernen zu können, ist eine gute Lösung.“

Die Geschwister des sechsjährigen Arian aus Grimsnis haben noch in Ellenberg das Schwimmen erlernt und das „Seepferdchen“ in der Tasche. Mutter Christiane Tänzler ist zufrieden, dass ihr Sohn zunehmend an Sicherheit im Wasser gewonnen hat. Sieben Jahre alt ist Maurice aus Ellenberg. Von dort fährt seine Mutter Nicole Hannemann zwei Mal die Woche nach Pottloch. Sie wohnt quasi neben dem dort geschlossenen Schwimmbad. Dort schwimmen zu lernen, wäre einfacher gewesen. Doch was nicht ist, ist nicht.

Mit Rafael (5) und Simon (3) ist Lydia Graunke-Butz aus Gulde zur Stelle. Natürlich sei, wie sie sagt, die Fahrerei stressig. Doch das nehme sie ihrer Kinder wegen gerne auf sich. Für die Schwimmausbildung haben die beiden Jungen ihr Fußballtraining bei der G-Jugend der FSG Ostseeküste vorübergehend an den Nagel gehängt. Mitzuerleben, wie sich die beiden Steppkes mit dem nassen Element vertraut gemacht haben, ihren Spaß haben und an Sicherheit und Selbstbewusstsein gewonnen haben, bewertet sie positiv und ist froh, dass die DLRG dies alles möglich macht.

Der fünfjährige Martin aus Kappeln ist mit seinem Vater Andree Möller gekommen. Möller erzählt, dass Martin mit anderthalb Jahren an Leukämie erkrankte, zwei Jahre lang im Krankenhaus war. Nach einer Reha-Maßnahme im Schwarzwald fühle sich Martin wieder gut.

Zum Schluss der Übungsstunde ist für die Kinder eine „Runde Whirlpool“ angesagt. Das genießen sie, wobei Ilona Mende anmerkt, dass sich die von ihr verwendeten Nesselkissen für die Wassergewöhnung und das Erlernnen des Schwimmens bestens bewährt haben. Aus ihnen entweicht ganz sachte Luft. Doch da haben sich die Kinder längst ans Wasser gewöhnt und schwimmen einfach weiter.

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