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Schlei-Bote

21. August 2017 | 20:29 Uhr

Kappeln : Schulunterricht zum Lachen

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Als eine von 15 Bildungsstätten im Land besucht Umwelt-Clown Ines Hansen die Gorch-Fock-Schule.

Großes Treiben an der Gorch-Fock-Schule. In den Klassen drei und vier ist ein Clown zu Besuch. Und dieser weibliche Clown schmeißt auch noch den Unterricht – ganz zum Vergnügen der Schüler. Der Clown heißt Ines Hansen aus Duisburg. Doch Hansen ist nicht irgendein Clown, sondern ein Umwelt-Clown – zu erkennen am weißen Mund mit grünem Rand.

Hansen versucht den Kindern die im Lehrplan verankerte Energie- und Umwelterziehung nahe zubringen. „Strom ist Bewegung“, erklärt die bunt bemalte Pädagogin und lässt dabei einen Jonglierteller von den auf dem Boden sitzenden Kindern im Kreis transportieren. Jedes Kind, das den Teller weitergibt, muss anschließend ein Elektrogerät nennen. Doch der Strom dazu muss erzeugt werden. Und wenn viel verbraucht wird, muss auch viel Strom erzeugt werden. Und da Strom Bewegung ist, stellen die Kinder die größere Strommenge durch immer schnellere Bewegungen dar. Irgendwann reicht die Kondition nicht mehr aus, um den „notwendigen Strom“ zu erzeugen für den Eigenbedarf, für ein Haus und für Kappeln oder gar für Deutschland und Europa.

Nebenbei lernen die Kinder auch die unterschiedlichen Möglichkeiten der Stromerzeugung durch fossile Energieträger wie Kohle, Erdgas und Erdöl. Diese erzeugen Dampf zum Antreiben von Turbinen. Eine andere Art Strom zu gewinnen, ermöglichen regenerative Energien wie Wind, Sonne und Wasser. Während die fossilen Energien „verbraucht und dann weg sind“, sind die regenerativen Quellen zwar unendlich, aber nicht immer verfügbar. Es ist ein Nachteil, dass Strom nur schwer oder mit hohen Kosten speicherbar ist. Darum ist Stromsparen so wichtig.

Und eben hier setzt Umwelt-Clown Ines Hansen an. Die Schleswig-Holstein Netz-AG hat die Aktion des Umwelt-Clowns ins Leben gerufen. Nun bereist Ines Hansen 15 Schulen im Land, um den Kindern auf anschaulich-spielerische Art die Entstehung der fossilen Brennstoffe Kohle, Öl und Erdgas zur erklären und ihre Umwandlung in elektrischen Strom zu erläutern. Doch der Umwelt-Clown macht auch Vorschläge, wie Stromfresser erkannt und Energie gespart werden kann. In Kappeln kann sich Hansen allerdings ihre Vorschläge sparen. In der Gorch-Fock-Schule ist dieser Teil des Unterrichts nämlich ein Selbstgänger. Die Kinder wissen offenbar schon längst, wie Stromsparen geht und geben dem Umwelt-Clown selbst Tipps. Spül- und Waschmaschinen nur gut gefüllt starten, Kühlschranktüren schließen, Duschwasser nicht zu lange laufen lassen und nicht benötigte Elektrogeräte ganz ausschalten. Die Kinder haben jede Menge gute Tipps zum Stromsparen parat. Ralf Loell, Kommunalbetreuer bei der Schleswig-Holstein Netz AG, die die Aktion auch finanziert, freut das. „Mit pädagogischem Geschick gelingt es unserem Umwelt-Clown immer wieder, die Kinder für das Thema zu begeistern“, meint Loell. Der Kommunalbetreuer begründet das Engagement seines Unternehmens so: „Uns als Schleswig-Holstein Netz AG ist es wichtig, dass sich Kinder möglichst frühzeitig mit den Themen Energie und Energiesparen beschäftigen.“ Ein verantwortungsbewusstes Verhalten setze Wissen über Energie voraus. „Zudem ist uns soziales Engagement in unserer Region besonders wichtig“, sagt Loell.

Am Schluss des Unterrichts durften sich alle Kinder zur Belohnung einen Edelstein aus einem Beutel heraussuchen. Denn auch Umwelt-Clown Ines Hansen war von ihren Kappelner Schülern ganz angetan und sagte in die Runde: „Ihr wart alle sehr ruhig und habt toll mitgemacht.“  

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