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Süderbrarup : Schulneubau: Amt drückt aufs Tempo

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Finanzausschuss empfiehlt die Annahme der Verträge zwischen Amt und Gemeinde.

Die neue Grundschule des Amtes Süderbrarup soll zum Schuljahresbeginn 2017/18 eröffnet werden. Auch wenn die Zeit bis dahin noch lang erscheint, drängt Amtsvorsteher Thomas Detlefsen auf Einhaltung oder sogar Beschleunigung des Tempos – auch wenn bisher noch nicht feststeht, wie die Schule aussehen soll. „Im März 2016 sollen die Maschinen rollen“, sagte er in der Finanzausschusssitzung des Amtes, in der die Verträge zwischen der Gemeinde und dem Amt Süderbrarup beraten wurden.

Anfang des Jahres war von den Amtsausschussmitgliedern festgelegt worden, die Grundschullandschaft des Amtes neu zu ordnen, um ein zukunftsorientiertes, qualitativ hochwertiges Unterrichtsangebot vorzuhalten und zu sichern. Dazu sollen alle bisherigen Grundschulstandorte des Amtes geschlossen und ein dreizügiger Neubau auf dem Süderbraruper Kleingartengelände „Ehlerskoppel“ errichtet werden. Die Gemeinde verkauft dazu das Grundstück an das Amt. Die Kleingärtner erhalten ein Ersatzgelände hinter der Tannenvilla. Die Zufahrt zur neuen Schule erfolgt über die Sportplatz-Zuwegung und das Grundstück Kappelner Straße 21, das sich im Besitz des Amtes befindet. Um alles zu realisieren, müssen Bebauungspläne geändert werden.

In einem städtebaulichen und einem öffentlich-rechtlichen Vertrag wird festgelegt, dass das Amt als Schulträger für alle Kosten aufkommt, die mit Erwerb und Überplanung der „Ehlerskoppel“ sowie des Ersatzgeländes für die Kleingärtner entstehen. Die Aufstellung des Bebauungsplans sowie alle Maßnahmen, die mit der Umsiedlung der Kleingärtner zusammenhängen, werden von der Gemeinde wahrgenommen. Die Kosten dafür übernimmt das Amt.

Dollrottfelds Bürgermeister Wolfgang Hansen versuchte ein letztes Mal, die Gemeinde Süderbrarup zu einer Schenkung des Geländes zu überreden. Das wurde von Süderbrarups Bürgermeister Friedrich Bennetreu abgelehnt. Er verwies dabei auf die Tatsache, dass Süderbrarup entsprechend seiner Finanzkraft sowieso mehr als ein Drittel der Amtskosten zu tragen habe.

Die mit den Verträgen verbundenen Kosten werden auf 410.000 Euro geschätzt. Das sind 47.000 Euro mehr als geplant. Daher forderten mehrere Amtsausschussmitglieder eine kontinuierliche, zeitnahe Überwachung der Kosten. Auch sei man vor Überraschungen nicht gefeit. Nottfelds Bürgermeister Rainer Grünert betonte, dass es auch positive Überraschungen geben könne. „Denn bisher haben wir ohne Zuschüsse geplant“, meinte er. Doch inzwischen könne man sich Hoffnung auf öffentliche Gelder machen. Dem Amtsausschuss wurde empfohlen, die Verträge zu unterzeichnen.

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