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Süderbrarup : Schule soll auf Ehlerskoppel entstehen

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Zentrale Grundschule im Amt Süderbrarup: Ein Gutachten hält das Kleingartengelände für den idealen Standort.

Mit der Empfehlung, die geplante zentrale Grundschule für das Amt Süderbrarup auf dem Kleingartengelände der Ehlerskoppel zu bauen, brachte der Schul- und Jugendausschuss des Amtes mehr Licht in das Projekt. Otto Krüger, Vorsitzender des Ausschusses, war der Meinung, dass eine Verlesung der Beschlussempfehlung für eine Abstimmung reiche. Dabei hatte er aber nicht berücksichtigt, dass es Mitglieder des Ausschusses gab, die nicht im Arbeitskreis „Zukunft der Grundschulen“ vertreten sind. Auf Aufforderung erläuterte Amtsmitarbeiter Normen Strauß daher noch einmal die von ihm verfasste Nutzwertanalyse, die die Basis für den Beschluss zugunsten des Kleingartengeländes war.

Ohne Berücksichtigung der Kosten waren die Nähe zu Sportanlagen, anderen Kinder- und Jugendeinrichtungen, der Schulweg, Zentralität der Lage, Verkehrsanbindung, Parkplatzsituation, Flächenbedarf und Nachbarschaftsverhalten gewichtet und bewertet worden. Zur Diskussion standen drei Alternativen: die jetzige Brarup-Schule mit Ankauf des Nachbargrundstückes, die Rennkoppel hinter dem Friedhof und das Kleingartengelände auf der Ehlerskoppel. Gegen die Brarup-Schule sprach vor allem die räumliche Enge, gegen die Rennkoppel der lange Weg zu den Sportstätten. Das Kleingartengelände siegte mit 778 gegenüber der Rennkoppel mit 661 und der Brarup-Schule mit 639 Punkten. Der Schul- und Jugendausschuss schloss sich dieser Empfehlung mit einer Gegenstimme an. Süderbrarups Bürgermeister Friedrich Bennetreu hatte sich der Stimme enthalten, da seine Gemeindevertretung noch keinen Beschluss in dieser Richtung gefasst hat.

In keinster Weise zufrieden zeigte sich Joachim Schmidt, der Vorsitzende des Kleingartenvereins, dessen Frage nach dem genauen Platzbedarf der Schule sowie deren Lage unbeantwortet blieb. „Wir fühlen uns an der Nase herum geführt“, erklärte er in einem Gespräch nach der Sitzung. Denn zurzeit habe er keine Auskunft darüber, ob von dem 1,8 Hektar großen Kleingartengelände nur ein Teilbereich von 10.000 Quadratmeter oder aber die gesamte Fläche gebraucht werde. Auch wisse er nicht, ob bei einem Teilbedarf der östliche oder westliche Teil belegt werde. Auch sei nicht geklärt, wie seine Vereinsfreunde dann zu ihren Parzellen kommen sollen. Schmidt fühlt sich vor vollendete Tatsachen gestellt, weil das Amt Süderbrarup seinem Landesverband gegenüber Gesprächsbereitschaft für den 12. Dezember signalisiert habe, aber bereits jetzt die Empfehlung des Schulausschusses erfolgt sei. „Wir werden nicht in die Gespräche einbezogen und bei Beratungen zu diesem Thema von den Sitzungen ausgeschlossen, da es sich um Grundstücksangelegenheiten handelt“, kritisierte er scharf.

Zumindest auf den letzten Vorwurf will Süderbrarups Bürgermeister eingehen. In der Sitzung der Gemeindevertretung Süderbrarup, in der am 3. Dezember über dieses Thema entschieden wird, soll Schmidt auch im nicht-öffentlichen Teil an den Beratungen teilnehmen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung stellte Jugendpflegerin Sina Schnau das Konzept einer betreuten offenen Ganztagsschule (BOGS) vor. Darin ist an den ersten drei Wochentage für die betreuten Schüler ein fester Ablauf mit Mittagessen, Lernzeit und einem Freizeitbereich vorgesehen, der sowohl angeleitet wie auch frei sein kann. Ziel ist die Betreuung von 50 Kindern pro Tag. „Dieses Konzept bietet den Schülern mehr Chancengleichheit und ist ausbaufähig“, erklärte Schnau. Da das Konzept den Schulausschussmitgliedern zusagte und es dem Schulträger keine zusätzlichen Kosten verursacht, empfahlen sie dem Amtsausschuss, dieses Modell an der „Schule am Thorsberger Moor“ umzusetzen.

Einstimmig akzeptiert wurde der Schulhaushalt für das Jahr 2015. Er sinkt im Grundschulbereich gegenüber 2014 um 3500 Euro auf 69.700 Euro. Auch in der Gemeinschaftsschule sinken die Kosten um 3000 Euro auf 80.700 Euro. Wesentliche Investition ist eine weitere digitale Tafel im Wert von 3000 Euro. Die Förderschule bleibt bei einem Budget von 3000 Euro.

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