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Gemeinschaftsschule : Schulanbau wird 120.000 Euro teurer

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Schuld ist der Rohbau: Der Anbau der Gemeinschaftsschule fällt 120.000 Euro teurer aus, als geplant.

shz.de von
erstellt am 15.Jan.2014 | 12:30 Uhr

Die Kosten für den Anbau der Gemeinschaftsschule in Kappeln fallen teurer aus als erwartet. Dies wurde auf der jüngsten Versammlung des Nahbereichsschulverbandes Kappeln deutlich. „Der Anbau ist derzeit unser einziges teueres Vorhaben, da ist die Differenz von 4,6 Prozent nicht so schlimm“, sagte Verbandsvorsteherin Marta Kraft. Vor allem angesichts der Erfahrungen mit der Mensa der Gemeinschaftsschule könne man eine Überschreitung der Kosten in dieser Höhe hinnehmen.

Auf der Grundlage der Ausschreibung im Jahr 2012 betrug die Kostenberechnung für den Anbau 2,62 Millionen Euro. Dieser Betrag erhöht sich nunmehr um rund 120.000 Euro auf 2,74 Millionen Euro. Wie der Kappelner Bauamtsleiter Erich Reuter erläuterte, geht der Großteil der Summe von rund 90.000 Euro auf das Rohbaugewerk zurück. Die Berechtigung der Summe zweifelte Reuter nicht an. Dass das Unternehmen diese Kostensteigerung erst mit der Schlussrechnung bekannt gab, zog jedoch den Unmut des Bauamtsleiters auf sich. „Der Zeitpunkt der Information ist ärgerlich“, fand Reuter. Die Frage aus der Versammlung, ob nun noch eine weitere Kostenerhöhung anstünde, verneinte er. „Die Schlussrechnung des Architekten liegt mir noch nicht vor, aber er hat mir die Zahlen genannt“, so Reuter.

Im Rahmen der weiteren Diskussion ging es vor allem um eine zeitweilige Geruchsbelästigung in einem der Biologieräume im Obergeschoss, an den der Anbau angedockt wird. Christian Andresen, SSW-Stadtvertreter aus Kappeln, sprach von massiven Farbgerüchen, die sich dort bemerkbar gemacht hätten und wollte wissen: „Was passiert da jetzt ?“ Reuter antwortete, dass in dem Raum zwar die Heizung gestrichen worden sei, die Gerüche aber wohl von der angrenzenden Baustelle gekommen wären. Der Raum sei ein halbes Jahr außer Kraft gesetzt worden. „Das Gesundheitsamt hat drei Messungen durchgeführt, und bei der ersten Messung ist die Schadstoffbelastung erschreckend hoch gewesen“, sagte der Bauamtsleiter. Nach der dritten Messung wäre aber keinerlei Gesundheitsgefährdung mehr festzustellen gewesen, auch wenn es noch muffig gerochen hätte. Mit der Übergabe des Anbaus sei dann auch der Raum wieder freigegeben worden.

Der Kappelner Stadtvertreter Thomas Grohmann (CDU) meinte, dass das Ganze nicht schön gerochen habe. „Wir sollten sehen, was da schief gelaufen ist“, fordert er. Andresen stimmte Grohmann zu: „Bei Regress müssen wir die Gewährleistungsfrist im Auge behalten, damit uns nachher die Kosten nicht auf die Füße fallen.“ Darauf einigte sich die Versammlung, ebenso wie auf die Rückkehr zur Beschlussvorlage über die zusätzliche Bereitstellung von 120.000 Euro für die entstandenen Mehrkosten des Anbaus. Bei einer Enthaltung wurde die Bereitstellung der 120.000 Euro mit großer Mehrheit bewilligt.

 

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