zur Navigation springen
Schlei-Bote

18. August 2017 | 13:08 Uhr

Kappeln : Schnüüsch trifft Krakauer

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Schüleraustausch zwischen der Klaus-Harms-Schule und der polnischen Partnerschule feiert in diesem Jahr 25-jähriges Bestehen.

Schon seit 25 Jahren organisiert die Klaus-Harms-Schule den Austausch zwischen deutschen und polnischen Schülern. In dieser Woche waren 15 Pennäler aus der Stadt Dombrowa (polnisch: Dabrowa Gornicza) im Alter von 16 und 17 Jahren auf kultureller Entdeckungstour durch Norddeutschland. 15 Vertreter der Klaus-Harms-Schule begleiteten sie dabei.

Am Anfang ihrer aufregenden Woche empfing Matthias Mau die polnischen sowie die Kappelner Schüler im Rathaus. Dabei dankte ihnen der stellvertretende Bürgermeister für ihr Engagement im Rahmen des Schüleraustausches. Ganz besonderen Dank äußerte Mau außerdem gegenüber dem Lehrpersonal beider Seiten für seinen Einsatz. Der Schüleraustausch leiste seinen eigenen Beitrag zum Frieden, betonte Mau. Denn trotz aller, insbesondere aktueller, Schwierigkeiten in Europa, bestehe schon seit 25 Jahren diese Form der partnerschaftlichen Zusammenarbeit. „Umso wichtiger ist es, den Schüleraustausch weltweit zu pflegen und mit Leben zu füllen“, so Matthias Mau weiter. Anschließend stellte er seinen jungen Zuhörern die Stadt Kappeln, ihre Geschichte und die ansässigen Unternehmen näher vor. Im Gespräch mit den polnischen Schülern informierte sich der stellvertretende Verwaltungschef außerdem über die Unterschiede beider Kulturen. Seine Frage „Kennt jemand Schnüüsch?“ wurde einheitlich verneint. Die Zubereitung des schleswig-holsteinischen Rezepts – geschildert von Matthias Mau – weckte jedoch anschließend die Neugier der polnischen Schüler. Annelene Pinn derweil gab zu, dass für sie die polnische Wurst, wie Krakauer oder Kabanos, die beste der Welt sei.

Seit fünf Jahren organisiert die Lehrerin der Klaus-Harms-Schule gemeinsam mit ihrer Kappelner Kollegin Meike Touoda das Austauschprogramm. Der Zeitplan des einwöchigen Aufenthaltes in Deutschlands Norden war vielfältig: Neben einer Schleifahrt auf der MS „Stadt Kappeln“ erwartete die Schüler eine Stadtrallye durch Flensburg, ein Musikprojekt und eine Watterkundung an der Westküste. „In Gedenken an das 25--Jahr-Jubiläum werden wir außerdem einen Baum pflanzen“, sagte Annelene Pinn. Die wichtigste Erfahrung des Schüleraustauschs sei aber immer wieder der Aufenthalt bei der Gastfamilie. Die kulturellen Unterschiede seien gar nicht so groß: „Es ist alles ganz ähnlich. Eine Schülerin sagte vorhin, dass hier sogar dieselben Fernseh-Serien geschaut werden.“ Da die polnischen Schüler in ihrer Heimat Deutschunterricht haben, verständigten sie sich mit ihren Gasteltern auf Deutsch.

Beim traditionellen Gegenbesuch der Klaus-Harms-Schüler in Dombrowa im Frühjahr stehen dagegen der kulturelle Austausch sowie die Geschichte und die Völkerverständigung im Vordergrund. „Ganz wichtig ist der Besuch der Gedenkstätte Auschwitz. Das ist jedes Mal sehr eindrucksvoll für die Schüler“, so Pinn.

Heute machen sich die Jugendlichen und ihre Lehrer wieder auf den Weg zurück nach Dombrowa – vielleicht mit wertvollen Erfahrungen im Gepäck. Und möglicherweise hat der eine oder andere doch noch die Chance bekommen, Schnüüsch zu probieren.

zur Startseite

von
erstellt am 17.Sep.2015 | 19:42 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen