Schnelle Sanierung nötig

Der Bismarckturm auf dem Scheersberg muss dingend saniert werden.
Der Bismarckturm auf dem Scheersberg muss dingend saniert werden.

In den Bismarckturm dringt Feuchtigkeit ein / Stahlträger sind bereits korrodiert

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12. Dezember 2014, 16:09 Uhr

Er ist 32,30 Meter hoch und steht seit dem Jahr 1903 auf dem 70 Meter hohen Scheersberg: der Bismarckturm. Dieses imposante Bauwerk, das bedeutendste Wahrzeichen in der Landschaft Angeln, befindet sich neuerdings auf der „Krankenstation“. Jugendhof-Direktor Karsten Biermann, zugleich Vorsitzender des Scheersberger Turmausschusses, berichtet über den schleichenden Schaden: „Feuchtigkeit ist durch die Dachkonstruktion in das Mauerwerk eingedrungen und hat dort die Stahlträger an der Spitze korrodieren lassen.“ In Mitleidenschaft gezogen ist ganz oben auch die Plattform, von der aus normalerweise den Besuchern ein weiter Rundblick über Land und Meer möglich ist. Jetzt ist das Turm gesperrt und komplett von einem Stahlgerüst umgeben.

Das Bauwerk befindet sich im Eigentum des Kreises. Der für die Kreisliegenschaften zuständige Servicebetrieb hat einen Sanierungsplan entworfen. Der für die baulichen Belange zuständige Kreismitarbeiter Lutz Döring hat unlängst nach der „Diagnose“ dem Chef der Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg bestätigt, dass der Zustand des Turm ein schnelles Handeln erfordere, „damit es nicht noch schlimmer wird“. Seitens des Kreises sei die Finanzierung für zunächst provisorische Arbeiten zur Abdichtung der Schadstellen bereits zugesagt worden, erklärt Biermann und fügt hinzu: „Ich habe keine Bedenken, dass der Kreis seine Verantwortung gegenüber dem Bismarckturm gewissenhaft wahrnimmt.“ Unterstützung erhält der Turmausschuss auch von der Amtsverwaltung Geltinger Bucht und der Gemeinde Steinbergkirche, denen der Erhalt des historischen Bauwerks ebenfalls am Herzen liegt. Vielleicht schon im späten Frühling, so hofft Biermann, könnte der Patient vollkommen genesen sein. Dafür muss es aber frostfrei bleiben.

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