Familienzentrum der Familienbildungsstätte : Schleikids kommen bei allen gut an

Mit Vorfreude warten sie auf die anstehenden Wasserspiele: die Schleikids mit ihren Betreuerinnen Delia Baarth (hinten li.) und Kerstin Frahm (hinten r.).
Mit Vorfreude warten sie auf die anstehenden Wasserspiele: die Schleikids mit ihren Betreuerinnen Delia Baarth (hinten li.) und Kerstin Frahm (hinten r.).

Das Projekt für Kappelner Grundschulkinder wird von Aktion Mensch gefördert und läuft noch bis 2022.

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16. September 2020, 15:08 Uhr

Kappeln | Das Wetter ist gut, dann geht’s nochmal raus: Wasserspiele sind angesagt und 14 Kinder stürmen auf den Rasen zwischen der Gorch-Fock-Schule und dem Schwarzen Weg. Einmal in der Woche treffen sich hier die Schleikids. Das Angebot des Familienzentrums, das Teil der Evangelischen Familienbildungsstätte (FBS) ist, richtet sich an Kinder im Grundschulalter, die in Kappeln leben.

Gefördert durch Aktion Mensch

Das Projekt wird von der Aktion Mensch gefördert, die Bewilligung für drei Jahre kam im Frühsommer 2019, berichtet Tanja Hohmann, stellvertretende Leitung der FBS Kappeln. Die Schleikids starteten mit 20 Kindern, gemischt aus den Klassenstufen 1 bis 4, dabei hatten die beiden Pädagoginnen, Leiterin Kerstin Frahm und ihre Kollegin Delia Baarth, noch zwei Teamer hilfreich zur Seite.

Zurzeit nur mit einer Kohorte

Seit März mussten sie corona-bedingt aussetzen. Nun konnte die Gruppe Anfang August endlich wieder starten, allerdings derzeit nur mit insgesamt 18 Kindern, die Frahm und Baarth allein betreuen. Nur Kinder der Kohorte, die aus Klasse 3 und 4 an der Gorch-Fock-Schule in Kappeln besteht, können im Moment dabei sein. Aus diesem Grund dürfen auch keine Grundschüler aus Habertwedt, Kieholm oder Karby zu den Schleikids kommen. „Wir dürfen hier zur Zeit noch keine Kohorten mischen“, erklärt Hohmann.

Uns geht es darum, den Kindern hier zwei schöne Stunden zu geben. Kerstin Frahm, Schleikids
 

Das Programm, das den Schleikids geboten wird, ist bunt, folgt aber einem festen Ablauf. „Wir haben ein rundes Konzept“, sagt Frahm. Die Begrüßungsrunde, in der jeder sich einen Gefühlsstein mit einem Motiv schnappt und erstmal erzählt, warum es für sie oder ihn heute die Sonne, Konfetti oder die Träne ist, gehört genauso dazu, wie der gemeinsame Abschluss. Zwischendrin stehen Gruppenspiele hoch im Kurs, findet der Kreativteil seine Zeit oder geht es an die frische Luft, wenn das Wetter es zulässt. „Uns geht es darum, den Kindern hier zwei schöne Stunden zu geben“, sagt Kerstin Frahm. Wichtig sei, dass sie hier nicht einfach nur beaufsichtigt werden sondern, dass sie gesehen werden und Wertschätzung erfahren. Und das wissen die jungen Teilnehmer durchaus zu schätzen, denn auch, wenn es feste Regeln gibt und der Ton manchmal etwas strenger werden muss, es herrscht offenbar ein vertrauensvolles Miteinander. „Es ist schon irre, was sie uns hier manchmal anvertrauen“, berichtet Frahm.

Gut vorbereitet, aber flexibel

Silja Thimsen, Koordinatorin im Familienzentrum, lobt das Projekt und seine Betreuerinnen. „Sie haben immer ein super Programm vorbereitet, sind aber auch in der Lage, total flexibel auf neue Situationen zu reagieren“, sagt sie. „Sie gucken und spüren genau, was der einzelne gerade braucht.“

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„Ein sehr wertvolles Angebot“, findet Tanja Hohmann, „und darüberhinaus eines, bei dem alle Kinder willkommen sind, egal was für ein Päckchen sie mitbringen.“ Die Kinder geben die Rückmeldung: „Schleikids sind cool, das hat in den letzten Monaten total gefehlt“. Delia Baarth berichtet: „Ich gehe hinterher immer sehr zufrieden nach Hause, Kerstin Frahm ergänzt: „Es ist eine wundervolle Aufgabe.“

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