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Schlei-Bote

24. Oktober 2017 | 03:01 Uhr

Schaukämpfe und Streicheleinheiten

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Besucherrekord beim Herbstmarkt des Rassekaninchenzüchtervereins U 92 in der Angelnhalle / Neues Wikingerdorf als weitere Attraktion

shz.de von
erstellt am 14.Okt.2013 | 00:31 Uhr

Mit großen Augen schauten die Champions der Vereinsschau der Rassekaninchenzüchter Süderbrarups aus ihren Käfigen dem bunten Treiben in der Angelnhalle zu. Mit rund 4500 Besuchern hat der Verein U 92 mit dem diesjährigen Herbstmarkt einen neuen Rekord aufgestellt und seinen Platz als größte regelmäßige Veranstaltung von Süderbrarup nach Brarupmarkt verteidigt.

In der Auktionshalle und den ehemaligen Kuhställen schoben sich die Menschen an den Ausstellungsständen der Kunsthandwerker vorbei, die Schmuck, Süßigkeiten, Kerzen, Kleidung selbst gemachte Lebensmittel und viel herbstliche Saisonware anboten. Und sie ließen natürlich auch die Kaninchen auf den Rängen nicht aus. Zwischendrin blieb immer eine Pause, in der man Kaffee und Kuchen oder etwas Deftiges wie Erbsensuppe oder Grilllachs zu sich nehmen konnte.

Und draußen setzte sich das bunte Gedränge fort. „Der liebe Gott ist Kleintierzüchter“, meinte Vereinsvorsitzender Dietmar Kruse angesichts des Wetters, das sich nach einer verregneten Nacht von seiner besten Seite zeigte. So konnten sich draußen die Seilerei, Gartenaccessoires, Pferde und Schafe im Miniformat, Gartenpflanzen, Gemüseselbstvermarkter sowie ein Kettensägenschnitzer präsentieren.

„Es wird jedes Jahr schöner und etwas größer“, sagte Süderbrarups stellvertretender Bürgermeister Hans-Walter Niendorf, der die Schau eröffnete. Und diesmal war sie gleich um ein ganzes Wikingerdorf größer geworden, deren Bewohner Niendorf scherzhaft als Alt-Süderbraruper bezeichnete. Sie hatten teilweise seit Freitag in ihren Zelten und Originalgewändern auf dem Festplatz campiert und auch das miese Wetter der letzten Tage ertragen. Sie boten Bogen- und Armbrustschießen sowie Axtwerfen an. An ihren Ständen konnten die Marktbesucher Schmuck, Waffen, Möbel, Holzprodukte und Kleidung kaufen.

Doch Publikumsrenner waren die realitätsnah vorgeführten Schaukämpfe, in denen Schwert, Schild, Kampfaxt, Ger und Kurzsachs benutzt wurden, bis nur noch ein Kämpfer auf der Walstatt, dem Kampfplatz, stand. Die ausschließlich aus Schülern bestehende Gruppe „Sventyn“ aus Plön wird von Schmied Jörn Kruse trainiert, der auch die originalgetreu nachempfundenen Waffen herstellt. Bemerkenswert ist auch, dass etwa ein Drittel der Truppe aus Amazonen besteht, die nicht unbedingt zu den schlechtesten Kämpfern gehören.

Vereinsmeister der Kaninchenschau wurde die Zuchtgemeinschaft Gerda und Rolf Heide mit „Grauen Wienern, wildfarben“. Aus dieser Gruppe stammt auch der beste Rammler der Schau. Die beste Häsin kam von Mario Jensen und ist ein „Deutscher Riese, wildfarben“. Jugendmeister wurden Jannika und Hannes Matthiesen mit „Zwergwidder, schwarz“. Und ein „Mecklenburger Schecken, schwarz-weiß“ von der Zuchtgemeinschaft Melanie und Marcel Drehse war das beste Jungtier der Schau.

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