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Munkbrarup : Schafe übernehmen Landschaftspflege

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Norwegische Spaelsau-Schafe fressen vor Bockholmwik die Knospen der unerwünschten Kartoffelrose ab.

shz.de von
erstellt am 24.Sep.2014 | 07:30 Uhr

Es ist schon längere Zeit her, dass Schafe am Strand von Bockholmwik weideten. Jetzt sind sie wieder da und grasen in den nächsten zwei bis drei Wochen zum Wohle der Landschaftspflege. Ziel dieser Maßnahme ist es, die dort wuchernde Kartoffelrose, eine nicht heimische, also gebietsfremde Pflanze, auf sanfte Art zurückzudrängen. Dazu hat die Schäferin Uta Wree aus Struxdorf einen Teil ihrer Herde in das zukünftige Naturschutzgebiet an der Flensburger Außenförde gebracht.

Die aus Norwegen stammenden Spaelsau-Schafe haben sich seit vier Jahren auf der Geltinger Birk bewährt, wie Diplombiologe Nils Kobarg als Leiter der Integrierten Station erläuterte. „Die Tiere schwächen die Rosen, wenn sie jetzt im Herbst die Blätter und Knospen abfressen und die Rinde schälen.“ Weiterhin sorgen die Schafe dafür, dass Gräser ihre Streuauflage verlieren – auf diese Weise gibt es Licht und Raum für seltenere Pflanzen.

Früher war der Strandabschnitt in Bockholmwik nach Aussage von Landwirt Heiner Iversen, zugleich Vorsitzender des Umweltausschusses der Gemeindevertretung Munkbrarup, häufig beweidet worden. Dies lohne sich heute aber kaum noch, denn es sei aus naturschutzfachlichen Gründen nur noch für sehr kurze Zeit im Herbst zulässig. Durch diese zeitliche Beschränkung sei sichergestellt, dass im Frühjahr und im Sommer Brutvögel und blütentragende Pflanzen unbeeinträchtigt blieben. Aus diesem Grunde werde die gegenwärtig laufende Maßnahme über das Umweltministerium in Kiel gefördert.

Für die Dauer der Beweidung sollen die Schafe ungestört ihrer Aufgabe nachgehen. Das hat auch Auswirkungen auf die Spaziergänger. Sie werden gebeten, auf diesem Streckenabschnitt nicht unmittelbar am Strand zu gehen, sondern den Weg zu nutzen. Hunde sollten an der Leine gehalten werden.

Um die Schafe einerseits vor Hunden zu schützen und sie andererseits am Ausbrechen zu hindern, wird ein mobiler Elektrozaun aufgestellt. Die Tiere werden ganztägig von einem Mitarbeiter der Schäferin beaufsichtigt.

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