Satrup will das Polizeigebäude

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17. März 2011, 07:08 Uhr

Satrup | Die Gemeinde Satrup will ein Dienstgebäude für die Polizei in unmittelbarer Nachbarschaft zum Amtsgebäude errichten. Dies machte die Gemeindevertretung im Rahmen einer Sitzung deutlich. Bürgermeister Harald Krabbenhöft berichtete von einer Amtsausschusssitzung, auf der das Thema kontrovers diskutiert worden war. Der Amtsausschuss war sich dabei mehrheitlich einig, die Planungen voranzutreiben - hat sich aber ein Prüfungsrecht vorbehalten. Sollte es dadurch zu Zeitverzögerungen kommen, will die Gemeinde das Heft in die Hand nehmen und notfalls selber das Gebäude errichten.

Der Grund für diese Maßnahme: Die GMSH, Gebäudemanagement Schleswig-Holstein, zukünftiger Mieter des geplanten Objektes, erwartet in zwei Wochen ein Angebot aus Satrup. Luggi Leitner unterstrich die Bedeutung der Polizeistation nicht nur für Satrup, sondern für die gesamte Region Mittelangeln, deshalb müsse das Bauprojekt kommen. Dietmar Gräwe warnte davor, eine Chance zu vergeben, wenn das Land wegen interner Querelen einen anderen Standort für die Polizeistation vorziehe. Vor diesem Hintergrund lautete der Beschluss der Gemeindevertreter, dass dem Amt Mittelangeln als Bauherrn Vorrang gegeben werden soll. Führt dies allerdings zu Verzögerungen, springt die Gemeinde Satrup als Bauherr ein.

Die Gemeinde ist auch bereit, die Fläche in Erbpacht dem Amt zu übertragen. Da durch die geplante Baumaßnahme Flächen für Wohnmobilstellplätze nicht mehr zur Verfügung stehen, sollen die Wohnmobilisten auf den Stellplatz am Südensee in Sörup hingewiesen werden.

Salomonisch hat die Gemeinde die Frage eines Wegenutzungsvertrages für die Stromversorgung gelöst. Zwei Anbieter (die örtliche Firma Heinrich N. Clausen und die Eon-Hanse) hatten Angebote abgegeben. Satrup ist ein Sonderfall, da der Ortskern seit über 100 Jahren seinen Strom über die Firma Clausen bezieht, die auch Eigentümer des innerörtlichen Stromnetzes ist. Der Außenbereich hingegen wird über die Eon versorgt. Da durch die gesetzlichen Vorgaben die Angebote beider Unternehmen fast identisch waren und auch die Vergütung für die Gemeinde dem Höchstsatz entspricht, erging der einstimmige Beschluss, an der bestehenden Versorgungssituation nichts zu verändern und daher mit beiden Unternehmen Wegenutzungsverträge abzuschließen.

Auf seinem Gelände in Sa trup holm plant der "Sterni park" die Betriebserlaubnis für zwei Krippengruppen. Beim Kreis ist ein entsprechender Antrag eingegangen. Da die Gemeinde mit dem Bau einer Kindertagesstätte für vier Krippengruppen bereits begonnen hat, hat die Gemeindevertretung das Einvernehmen nicht erteilt. Hintergrund ist auch die Verpflichtung der Gemeinde, sich an der Finanzierung der Krippe zu beteiligen.

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