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Schlei-Bote

18. Oktober 2017 | 08:29 Uhr

Eckernförde : Sandiger Frühjahrsputz

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Eckernförde Touristik trifft erste Vorbereitungen für den Start in die Sommersaison.

shz.de von
erstellt am 19.Mär.2015 | 12:30 Uhr

Mit etwa fünf Kilometern pro Stunde zieht die Strandreinigungsmaschine vor dem Ostsee-Info-Center in Eckernförde ihre Bahnen durch den Sand. Kronkorken, Glas, Verpackungsfolien, Angelhaken und sogar Silvesterknaller fördert die Maschine zutage. „Oft sind auch Kotbeutel dabei, die von den Hundehaltern im Sand verbuddelt werden, vielleicht weil ihnen der Weg zum Mülleimer zu weit war“, sagt Oliver Kohrt. Seit zwei Jahren fährt der 45-Jährige mit der Reinigungsmaschine während der Urlaubssaison Bahn für Bahn den Strand hoch und runter. In den zurückliegenden Monaten hat sich Einiges angesammelt. Etwa zwei Wochen dauert es, die vier Kilometer lange Strecke aus Haupt- und Südstrand von den Rückständen durch Mensch und Natur zu befreien. Kohrt: „Das mache ich am Anfang der Saison, kurz bevor die Strandkörbe rausgestellt werden und am Ende nochmal.“

Etwa 30 Zentimeter tief gräbt sich der Rechen von Oliver Kohrts Strandreinigungsmaschine durch den weichen Boden. Dabei muss der Fahrzeugführer stets die Unebenheiten im Sand beachten, um die Höheneinstellung des Rechens per Hand darauf einzustellen. Mit weit geöffneter Klappe wird der Sand aufgenommen und anschließend gesiebt. Über ein Fließband werden die herausgefilterten Teile dann in einen Auffangbehälter am Heck des Anhängers befördert. „Ich fahre eine Bahn jeweils drei Mal. Beim ersten Mal stelle ich das Sieb grob ein, danach fahre ich die Bahn noch zwei Mal mit feinerer Siebung ab.“ Am Anfang der Saison, wenn Oliver Kohrt die ersten Bahnen am Strand abfährt, zeigt sich schnell das Ausmaß der Verschmutzung. „Da ist der Auffangbehälter meistens schon nach 400 Metern voll. Und der fasst immerhin einen Kubikmeter“, sagt er. An festgelegten Stellen am Strand kippt Kohrt seine „Ladung“ ab. Der Berg aus Müll, Sand und Seetang wird anschließend zur Recyclinganlage gebracht. „Der Sand wird herausgefiltert, nochmal von Kleinstpartikeln gereinigt und zurück in die Ostsee gekippt“, erklärt Kohrt. Im Sommer, wenn es Einheimische wie Urlauber vermehrt an den Strand zieht, fährt Kohrt mit der Strandreinigungsmaschine zusätzlich mehrmals pro Woche frühmorgens entlang des Ufersaums. „Das ist nötig“, sagt er. „Bei Nordostwind haben wir hier am Strand Seetang ohne Ende.“ Und schließlich sei der Strand das Aushängeschild des Ostseebads. Darum würde Kohrt am liebsten auch im Winter die Strandreinigungsmaschine bemühen: „Warum nicht? Im Winter genießen sehr viele Menschen Spaziergänge am Strand.“

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