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B-Plan-Änderung : Sandaufspülung in Olpenitz

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Nach dem Eigentümerwechsel in Olpenitz folgen jetzt die ersten Änderungen. Das Ostseeresort erhält etwa einen zweiten Strand im Außenbecken.

Wenige Monate nachdem die Helma Ferienimmobilien GmbH die Port Olpenitz GmbH aus der Insolvenz gekauft hat, hat der neue Investor nun erstmals eine B-Plan-Änderung beantragt. Diese Änderung umfasst in erster Linie den großen zweiten Bauabschnitt der geplanten Ferienanlage. Der Antrag soll die von Geschäftsführer Per Barlag Arnholm versprochene „Planung auf vernünftigem Niveau“ umsetzen, die er Anfang Februar vorstellte (wir berichteten). Auf Grundlage dieser Veränderungen hatte Arnholm das Projektvolumen für die kommenden acht Jahre kürzlich mit rund 250 bis 300 Millionen Euro beziffert.

Wie Frank Springer vom beauftragten Busdorfer Planungsbüro Springer jetzt den Mitgliedern des Bauausschusses erläuterte, erstrecken sich diese ersten Veränderungen auf vier Teilbereiche des Projektes. Ersatzlos gestrichen wird demnach im ersten Teilbereich die Hotelinsel. Stattdessen wird die dortige Fläche als Sportboothafen festgelegt. Ebenso wird die Lagunen ähnliche Wasserfläche im südöstlichen Teil des Innenbeckens (Teilbereich 2) verschwinden. „Dort entsteht eine Grünfläche mit Spiel- und Sportplatz“, sagte Planer Frank Springer.

Im Teilbereich 4 werden künftig der Wachturm, der ursprünglich als einziges ursprüngliches Gebäude des ehemaligen Marinestützpunktes erhalten werden sollte, sowie die in der Nähe geplante Kirche wegfallen. Die neben dem Wachturm vorgesehene Hafenmeisterei wird nun landseitig in den Innenhafenbereich wechseln, da die Marina dort auch untergebracht werden soll. Auf Höhe der Marina werden dann eine Werft und maritime Gewerbebetriebe angesiedelt. Im südwestlichen Bereich des Außenbeckens (Teilbereich 3), wo ursprünglich der Sportboothafen vorgesehen war, soll dafür Strand aufgespült werden. Westlich davon soll eine Promenade entlang führen.

Bauausschussvorsitzender Volker Ramge (CDU) befürwortete den Antrag. „Ich begrüße diesen Vorschlag, weil die alte Planung eine erhebliche Änderung der Landschaft bedeutet hätte. Lagune und Insel hätte man erst schaffen müssen“, sagte Ramge ungeachtet der geplanten Sandaufspülung. Grünen-Sprecher Michael-Sven Schattka befürchtete, dass die Änderung des B-Planes womöglich nicht mit den städtebaulichen Verträgen zu vereinbaren wären. „Wir sollten darauf achten, dass wir dem Investor nicht Bedingungen auferlegen, die er nicht erfüllen kann“, sagte Schattka. Bürgermeister Heiko Traulsen antwortete, dass die B-Plan-Änderung nichts mit den städtebaulichen Verträgen zu tun habe.

Anschließend verabschiedete der Ausschuss einstimmig den Aufstellungsbeschluss zur B-Plan-Änderung. Auch wenn dies der erste Antrag zur B-Plan-Änderung nach dem Eigentümerwechsel war, so wird es wohl nicht der einzige bleiben. Planer Frank Springer hält weitere Änderungen für die dann folgenden Bauabschnitte für wahrscheinlich.

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erstellt am 28.Feb.2014 | 07:30 Uhr

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