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Sieg mit Olympia-Flair : RVK-Achtungserfolg in Rendsburg

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Mit Olympiateilnehmerin Laura Schwensen als Steuerfrau gewinnt ein Kappelner Schüler-Achter überraschend das kleine Finale beim Eon-Hanse-Cup

Ein Rennen im Ruderachter ist immer etwas Besonderes. Das galt am Sonntag erst recht für Marie Rose, Hanna Hüttermann, Jan Joppien, Max Schock, Hanno Reese, Jonas Bartel, Maximilian Runge und Lennart Klein von der Rudervereinigung Kappeln im TSV Kappeln von 1876. Die junge Garde der Rudervereinigung Kappeln (RVK) war vor ihrem ersten Start beim Schülerachter-Cup im Rahmen des E.ON Hanse Cups im Rendsburg ganz schön aufgeregt. Das lag weniger an der beeindruckenden Zuschauerkulisse als viel mehr daran, dass einige von ihnen noch niemals zuvor in einem Achter gerudert hatten. Das Kappelner Bootshaus ist so klein, dass ein solches 18 bis 19 Meter langes Ruderboot gar nicht hineinpasst. Da kam es gerade recht, dass mit der Kappelner Olympiateilnehmerin Laura Schwensen nicht nur ein absolutes Ruder-Ass, sondern auch eine erfahrene Achter-Steuerfrau mit einem riesigen Erfahrungsschatz mit im Boot saß. Laura Schwensen brachte den Achter von ihrem Olympiastützpunkt aus Dortmund mit, so dass nach sechs Jahren dem ersten Start einer Kappelner Crew beim Schülerachter-Cup nichts mehr im Wege stand.

Beim Start über die 300 Meter Sprintstrecke stand das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund. Das Kappelner Boot ging als Außenseiter an den Start. Andere Mannschaften fahren seit Jahren zusammen und hatten sich mit intensivem Achtertraining in ihren Vereinen vorbereitet. Das war bei dem jungen Kappelner Team nicht der Fall. Hier gab es eine Mischung aus talentierten Freizeitruderern und Leistungsruderern, von denen letztere zum großen Teil auch noch in einer Woche zum Bundesfinale von Jugend trainiert für Olympia nach Berlin sollen. Gleich im Vorlauf traf die Crew von der Schlei auf die favorisierten Lübecker mit sechs WM-Teilnehmern an Bord. Lübeck gewann souverän und setzte sich später auch im Finale deutlich durch. Die Boote aus Kiel und Rendsburg ließen die Kappelner hinter sich. Auch im Hoffnungslauf qualifizierte nur ein Sieg für das A-Finale. Es wurde ein spannendes Rennen mit knappem Ausgang. Schleswig hatte mit 0,3 Sekunden die Bugspitze vor Kappeln und wurde später im A-Finale Zweiter. Und die Kappelner lagen um 0,2 Sekunden vor der ambitionierten Mannschaft aus Ratzeburg.

Knapp ging es auch im kleinen Finale zu. Hier hatte der Kappelner Achter das gute Ende für sich. Auch Dank der hervorragenden Steuerleistung von Laura Schwensen, die unter schwierigen Bedingungen den Achter schnurgerade auf Kurs hielt, überquerte der Bug das Kappelner Bootes als erster die Ziellinie. Mit dem fünften Platz in der Gesamtwertung wurden die Erwartungen übertroffen. RVK-Trainer Michael Schürmann fand das Ergebnis toll: Ehrlich gesagt, dass wir so dicht vorne dran sind, damit hatte ich vorher nicht gerechnet.“ Und auch die Aktiven waren zufrieden. „Es hat unheimlich Spaß gemacht, im Achter zu sprinten“, sagte Hanna Hüttermann nach dem Rennen. „Es war beeindruckend zu erleben, wie Laura Schwensen die Mannschaft führte und uns mit all ihrer Erfahrung über die Strecke brachte.“ Doch auch Laura Schwensen war nach dem Rennen voll des Lobes für ihre Mannschaft: „Dafür, dass die junge Kappelner Mannschaft vor den Rennen keine oder nur wenig Achtererfahrung hatte, hat sie ihre Sache echt gut gemacht. Alle waren mit vollem Einsatz dabei und haben gut auf meine Ansagen reagiert. Das war auch für mich ein tolles Erlebnis.“

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erstellt am 17.Sep.2013 | 00:31 Uhr

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