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Rundumsanierung des alten Amtshauses kostet 100 000 Euro

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Großer Planungsaufwand nötig, um für ein Grundstück in Rabenkirchen das Baurecht zu erhalten

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Rabenkirchen-Faulück | Um das Baurecht für ein Grundstück am westlichen Ende der Scheggerotter Straße im Ortsteil Rabenkirchen herzustellen, bedarf es einer "Entwicklungssatzung mit integrierter Ergänzungssatzung". Die Gemeindevertreter hatten sich das einfacher vorgestellt. Schließlich liegt besagtes Grundstück im Zusammenhang mit dem bebauten Ortsteil. Doch das Kreisbauamt sieht das anders. Es müsse, wie es heißt, erst ein Ortsteil entwickelt werden. Da blieb den gewählten Vertretern nicht anderes übrig, als mit großem Aufwand jenes Verfahren unter Berücksichtigung aller behördlich notwendigen Erfordernissen auf den Weg zu bringen - das geschah jetzt.

Zur Kenntnis hatten die Gemeindevertreter zuvor Planungsänderungen in Arnis - Sondergebiet Werft - und in Boren - Reitstall Akeby - genommen.

400 Euro stellten die Gemeindevertreter von Rabenkirchen-Faulück für eine Machbarkeitsstudie in Sachen Museumsbahn - für die Gemeinden des Amtes Kappeln-Land werden 1000 Euro fällig - zur Verfügung. Es gilt, die Strecke Kappeln-Süderbrarup auf Vordermann zu bringen. Klar ist, dass das viel Geld kosten wird.

In diesem Zusammenhang übte Gemeindevertreterin Marty Clausen Kritik. Sie ist mit ihrem Anwesen Anliegerin besagter Strecke und hat kein Verständnis dafür, dass bei den Fahrten "vor ihrer Haustür" schwarzer Rauch abgelassen werde. Kinder und Ponys, berichtete sie, würden davon buchstäblich "eingehüllt". Das Ganze sei sehr unsensibel, monierte sie an die Adresse der Museumsbahner gerichtet.

Zu Beginn der letzten Sitzung in der auslaufenden Legislaturperiode wunderte sich Gemeindevertreter Johann Ryll, dass erst jetzt getagt werde. Da verwies Bürgermeister Peter-Martin Dreyer darauf, dass man die Jahresabschlüsse 2010, 2011 und 2012 habe abwarten müssen - die liegen erst jetzt vor.

Rund 8000 Euro abzüglich der ermäßigten Kapitalertragssteuer fließen als erste Dividende von der Schleswig-Holsteinischen Netz-AG in die Gemeindekasse. "Nicht schlecht", freute sich der Bürgermeister - die Gemeinde ist im Besitz von 40 Netz-AG-Aktien.

Was die DRK-Kindertagesstätte in Habertwedt betrifft, wird diese nach den Worten von Marty Clausen momentan von 31 Kindern besucht - davon sind vier unter drei Jahre alt. Derzeit gibt es in der Gemeinde und auf Ebene des Amtes Kappeln-Land Überlegungen über die Zukunft des ehemaligen Rabenkirchener Amtshauses. Vier Mietparteien bewohnen dieses Gebäude an der B 201. Die Bausubstanz allerdings lässt inzwischen zu wünschen übrig. Nach Schätzung der Amtsverwaltung wären mindestens 100 000 Euro erforderlich, um eine Rundum-Sanierung zu veranlassen - eine utopisch anmutende Summe. Die Mieteinnahmen von 13 800 Euro pro Jahr reichen nicht aus, um wenigstens schrittweise Abhilfe zu schaffen. Wie Bürgermeister Dreyer mitteilte, sind vom Amt jetzt 5000 Euro bereitgestellt worden, um wenigstens in einem Teilbereich des Wohngebäudes Verbesserungsarbeiten in Auftrag zu geben.

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