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Verschönerungs-Idee : Ruhezone mit Luftbildern

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Verschönerungsverein hat schon wieder eine neue Idee: Wo früher das Trafo-Häuschen stand, könnten bald Luftbilder angeordnet in einem Rondell stehen.

Nach einer ereignisreichen und vor allem kostspieligen Vergangenheit will der Verschönerungsverein in diesem Jahr deutlich kürzer treten. Das betonte Vorsitzender Dieter Clausen bei der Hauptversammlung des Vereins. Gedankenspiele aber sind weiterhin erlaubt, und Vereinsmitglied Wilhelm Busse präsentierte, was er sich in Gedanken zurecht gelegt hatte. Im Mittelpunkt: die Fläche, auf der einmal das Trafo-Häuschen stand. Ginge es nach Busse, könnte sie im Idealfall eine echter Hingucker in der Stadt sein.

Doch zunächst warf Clausen einen Blick zurück auf das vergangene Jahr, in dem das Projekt Albatros seinen rühmlichen Abschluss gefunden hatte. Mit Ruhebank, Infotafel, Plattenweg und abendlichen Strahlern floss erneut einiges an Geld in die frühere Galionsfigur der Gorch Fock. Kassenwart Uwe Frye sollte später von insgesamt 6000 Euro sprechen, die der Verein dafür aufgebracht habe. Etwa die gleiche Summe hätten Sponsoren übernommen. Auch dem Bürgerbrunnen auf dem Rathausmarkt widmete sich der Verein erneut und ließ das Innere neu fliesen. Mit Blick auf den Heringszaun berichtete Clausen von laufenden und bislang erfolgreichen Tests mit Eukalyptusholz, „an dem sich die Bohrmusschel noch nicht dran vergriffen hat“. Und natürlich wird der Heringszaun den Verschönerungsverein auch in diesem Jahr beschäftigen, ansonsten aber, so Clausen, „wollen wir uns auf die Verbesserung unserer Kassenlage konzentrieren“.

Das war das Stichwort für Uwe Frye, der für 2013 Ausgaben in Höhe von knapp 6900 Euro auflistete. Abgesehen vom Albatros schlugen mit 2500 Euro die Heringstage ins Vereinskontor. An Einnahmen stehen für das zurückliegende Jahr knapp 9800 Euro im Buch.

Und weil gerade alle vom Albatros sprachen, nutzte Bürgermeister Heiko Traulsen die Gelegenheit, um an das Albatrosfest im vergangenen Sommer zu erinnern. „Diese Mühen haben sich echt gelohnt“, sagte Traulsen. „Das Feedback ist überwältigend.“ Noch heute erhalte er Anrufe von Marinesoldaten, die am Albatros vorbeiführen und sich bedankten, dass die Galionsfigur an dieser Stelle ein Zuhause gefunden habe. Bürgervorsteherin Dagmar Ungethüm-Ancker nannte den Albatros „ein neues Eingangstor zur Stadt“. Ohnehin habe der Verein sein namensgebendes Ziel, die Stadt zu verschönern, in der Vergangenheit „auf herausragende Weise“ erfüllt.

Und dann also präsentierte Wilhelm Busse, wie Kappeln in seinen Augen vielleicht noch ein bisschen schöner werden könnte. Seitdem im März 2011 das alte Eon-Trafo-Häuschen am Großparkplatz in der Wassermühlenstraße von Baggern abgetragen wurde, wartet der Platz auf eine neue Nutzung. Busses Vorschlag: Auf Holztafeln aufgezogene Luftaufnahmen in der Größe 60 mal 90 Zentimeter umrahmen im Kreis angeordnet eine Kompassrose. Die Bilder sind nummeriert, die Ziffern finden sich im großen Stadtplan, der ebenfalls im Rondell aufgebaut wird, wieder. Dazu gesellen sich zwei Sitzbänke und vier Blumenbeete, die in Schiffsform angelegt sind. Zusätzlich sind Masten mit den Flaggen Kappelns, Schleswig-Holsteins, Deutschlands und der Europäischen Union aufgestellt. Busse: „Es soll eine in sich geschlossene Einheit sein.“ Ein Bild der Anlage könne er sich zudem im Hafen vorstellen, das dazu beitragen soll, Besucher vom Hafen in die Innenstadt hineinzuziehen. Busse hat ein hölzernes Modell der Anlage gebaut und ist damit bereits im Rathaus vorstellig geworden. Auch jetzt lobte der Bürgermeister die Idee als „vorteilhaft“. Und die Mitglieder des Verschönerungsvereins signalisierten durch ihren Applaus, dass auch sie den Vorschlag gerne weiterverfolgen möchten. Spätestens dann war klar, dass das laufende Jahr vielleicht doch nicht ausschließlich der Haushaltskonsolidierung gewidmet werden kann.

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erstellt am 19.Feb.2014 | 07:30 Uhr

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