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Meisterfeier : Ruderer setzen 95 Glanzpunkte

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Kappelns Sportler fuhren in diesem Jahr fast 100 Siege ein. Allein Malte Zilkens, erst seit einem Jahr dabei, sorgte für 14 Titel.

Klein aber fein und sehr erfolgreich – so präsentierte Michael Schürmann, Vorsitzender der Rudervereinigung Kappeln (RVK), seine Sportler bei der diesjährigen Meisterfeier im TSV-Sportheim. Die RVK ehrt in diesem Rahmen traditionell die erfolgreichen Ruderer ab Landesmeister und zugleich alle diejenigen, die zu den Erfolgen beigetragen haben. Dazu gehören Trainer, Helfer und Sponsoren. Und die sportliche Bilanz des Jahres kann sich wieder einmal sehen lassen: zwei Deutsche Meister auf dem Wasser und zwei auf dem Ergometer, 13 Landesmeister auf dem Wasser und vier auf dem Ergometer, insgesamt 95 Siege. Und ganz nebenbei zählen zwei Athleten zum Bundeskader, sieben zum Landeskader, und eine Sportlerin war im Einsatz für die Nationalmannschaft.

Von der Meisterfeier sehr beeindruckt zeigte sich der einstige Hamburger Landestrainer und jetzige Trainer des Ruderclub Harmonia Hamburg, Michael Spoercke. „So etwas Tolles habe ich noch nie erlebt“, bekannte er freimütig in seinem Grußwort. Er war dabei, weil er im Bereich der U-19-Ruderinnen mit der RVK zusammenarbeitet. Hanna Hüttermann (RVK) und Svea Störmer (Harmonia) gewannen Bronze bei der Deutschen Meisterschaft der U-19-Ruderinnen.

Aber das war nicht der einzige Glanzpunkt, den die RVK an diesem Abend zu bieten hatte. International war Laura Schwensen als Steuerfrau des deutschen Frauenachters erfolgreich. Sie wurde für einen Bronzeplatz bei der Europameisterschaft in Belgrad von Michael Schürmann mit einem Erinnerungsfoto, der RVK-Tasse und einem Gutschein geehrt. Ferner hatte der deutsche Frauenachter bei der WM in Amsterdam das B-Finale gewonnen und war somit insgesamt auf Platz sieben der WM gelandet. Laura Schwensen wiederum bedankte sich für die vom Verein erhaltene Unterstützung, indem sie Michael Schürmann und den Deutschen Meistern ihrer Rudervereinigung Trikots und T-Shirts mit den Unterschriften der Ruderinnen des Deutschland-Achters überreichte. Auch Ulrike Sievers war national und international erfolgreich. Sie war in der Altersklasse 40 bis 49 Jahre im Ergometer-Rudern angetreten und hatte einen dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft und einen siebten Platz bei den Weltmeisterschaften in Boston erreicht. Ihre jüngere Schwester Judith, ehemalige Jugendolympiasiegerin und Welt- und Europameisterin, die sich vom Leistungssport wegen einer Rückenverletzung verabschiedet hatte, war noch einmal aktiv geworden. Sie wurde Deutsche Meisterin im Frauenachter auf dem Ergometer. Deutsche Meisterschaften gewannen Jan Joppien im Vierer mit Steuermann (U 17) und Hanna Hüttermann im Leichtgewicht-Vierer (U 19).

Obwohl die RVK keinen eigenen Achter besitzt, hat sie ein Landesmeisterboot in dieser Klasse. Mit einem geliehenen Boot wurden Jannis Kalkowski, Sandro Brehmer, Hans Kellinghusen, Hanno Reese, Max Runge, Immanuel Amenu, Jan Joppien, Max Trummer, Linus Kalkowski und Steuerfrau Emma Runge Landessieger bei „Jugend trainiert für Olympia“. Beim Rendsburger Kanal-Cup kam das Boot auf den zweiten Platz. Alle Meister erhielten von Michael Schürmann ein Großfoto des jeweiligen Wettbewerbs, eine RVK-Tasse und einen Gutschein.

Zusätzlich werden die Trainingsfleißigsten ausgezeichnet. Die Goldene Dolle in der offenen Wertung erhielt Hanna Hüttermann. Sie war in dieser Saison 1813 Kilometer auf dem Wasser gerudert. Den Rollsitz in der Gruppe Freizeitsportler gewann Bärbel Langner mit 741 Kilometern. In der Kindergruppe siegte Lukas Rose mit 854 Kilometern. In der Handicapgruppe lag der Seriensieger der vergangenen Jahre, Thomas Kleine-Uthmann, mit 114 Kilometern wieder ganz vorn. Malte Zilken hatte derweil Außergewöhnliches vollbracht. Er hatte erst im vergangenen Jahr den Rudersport für sich entdeckt, in der Saison 2014 aber bereits 14 Siege eingefahren.

Den Erfolg der RVK und die gute Jugendarbeit würdigte auch Kappelns stellvertretender Bürgervorsteher Helmut Schulz, der versprach: „Was wir an Unterstützung liefern können, wird gemacht.“ Auch TSV-Sportwart Andreas Isaack in Vertretung der Vorsitzenden Dagmar Ungethüm-Ancker, dankte im Namen des TSV Kappeln für die erfolgreiche Arbeit und die gute Zusammenarbeit mit dem Mutterverein.

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