Wagersrott : Rosentag im Bauerngarten

Inmitten ihrer blühenden Rosenpracht: Gretchen Bartel wartet am Wochenende auf Besucher.
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Inmitten ihrer blühenden Rosenpracht: Gretchen Bartel wartet am Wochenende auf Besucher.

Mehr als 120 historische Gewächse können Besucher bei Gretchen Bartel auf dem Holländerhof in Wagersrott entdecken.

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17. Juni 2014, 18:43 Uhr

Sie will ihre Liebe zu alten Rosen an möglichst viele Blumenfreunde weitergeben, sie mit ihnen teilen. So sagt es Gretchen Bartel, Betreiberin des Bauerngartens auf dem Holländerhof, und lädt für Freitag, 20. Juni, wieder zu einem Rosentag ein. „Das ist mein ganz persönlicher Tag des offenen Gartens.“ Von 10 bis 19 Uhr sind die Pforten ihres Gartens weit geöffnet und von dort strömt den Besuchern ein betörender Duft entgegen.

Witterungsbedingt eine Woche früher als sonst stehen die Rosen in voller Blüte und haben den Garten zu einer Oase der üppigen Farbenpracht werden lassen. Doch die Pracht währt nicht ewig – also höchste Zeit für den Rosentag, wie er seit Anfang 1990 Jahr für Jahr stattfindet und sich stetig wachsender Beliebtheit erfreut.

Gretchen Bartel (79) ist seit 1975 Rosensammlerin aus Leidenschaft. Überall in Angeln schaut sie sich um und wo es historische Rosen (aus der Zeit vor 1867) zu entdecken gibt, zögert sie nicht lange, sondern bittet den Besitzer des jeweiligen Gartens, ihr Ausleger zu überlassen, um diese in ihrem Garten sesshaft zu machen.

Das Sammeln nahm vor über drei Jahrzehnten mit zwei alten Rosen, die sie im eigenen Garten entdeckte, seinen Anfang: „Rosa Alba Maxima“ und „Centifolia Major“ – auch „Schneeweißchen“ und „Rosenrot“ genannt. Beide hatte es schon bei den Vorfahren gegeben. Jedoch führten sie vor der Entdeckung durch Gretchen Bartel ein Schattendasein. Längst haben sie den ihnen gebührenden Platz erhalten und längst sind aus den anfangs zwei inzwischen mehr als 120 Arten geworden. Erklärter Liebling von Gretchen Bartel ist die „Centifolia Major“ – die Hundertblättrige, auch „Kohlrose“ genannt. Warum? Als Kind, erzählt Gretchen Bartel, habe sie die intensiv duftenden rosafarbenen Blütenblätter in Gläser gefüllt und diese mit Wasser, das den „Rosenrot“-Duft aufnahm, übergossen: „Das war für mich als Kind mein Parfüm.“
Längst ist der Bauerngarten des Holländerhofes zu einem Rosen-Mekka geworden. Und mit von der Rosentag-Partie dieses Jahres ist auch diesmal wieder die Baumschule Schütt aus Vorder-Neuendorf bei Wilster. Deren Wagen sind voll mit alten Rosen, die das Blühen im Bauerngarten abrunden.

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