“Landarzt“-Praxis : Ringetausch, wo einst Blutdruck gemessen wurde

Marion und Jürgen Saar  waren das erste Paar, das sich von Peter Clausen auf Gut Lindauhof trauen ließ.
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Marion und Jürgen Saar waren das erste Paar, das sich von Peter Clausen auf Gut Lindauhof trauen ließ.

Es ist noch nicht lange her, da hat der TV-„Landarzt“ auf Lindauhof praktiziert. Jetzt dient das Gut als Außenstelle des Standesamtes Süderbrarup.

shz.de von
24. Oktober 2013, 12:30 Uhr

Marion und Jürgen Saar waren die Ersten, die sich in der neuen, romantischen Außenstelle des Standesamtes Süderbrarup trauen ließen. Auf Gut Lindauhof, dort wo Wayne Carpendale als ZDF-„Landarzt“ noch im vergangenen Jahr bei seinen Patienten den Blutdruck maß, gab sich das Paar aus Saustrup das Ja-Wort. Und anschließend blieb man gleich da und feierte die Eheschließung mit den Gästen im Rittersaal.

Möglich geworden war die Trauung an diesem Ort dank eines Beschlusses des Amtsausschusses Süderbrarup. Jeweils am letzten Freitag des Monats ist das Zimmer in der „Landarztpraxis“ für diesen Zweck reserviert. Doch sind bei zeitiger Bekanntgabe auch andere Termine möglich. Das besagt der Vertrag, den das Amt mit Sonja Karberg, der Besitzerin des Gutshofes und des Cafés, abgeschlossen hat. Ihr Team sorgt auch für das notwendige Ambiente.

„Frühere Versuche, ein ähnliches Arrangement zu schließen, scheiterten an der Dauerbelegung durch das Fernsehteam“, erklärte Peter Clausen, der Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Süderbrarup, der auch als Standesbeamter fungierte. Doch jetzt nach dem endgültigen Aus der TV-Serie nutze man diese Gelegenheit, das Heiraten im Amt Süderbrarup attraktiver zu gestalten. Erste Anmeldungen für Folgetermine lägen bereits vor. Ob man damit aber an die Zahlen des Leuchtturms in Falshöft herankäme, wisse er nicht. Doch glaube er, dass es ein neuer touristischer Anziehungspunkt Angelns werden könnte.

Bisher sei nur Lindauhof als Alternative zum Amtshaus eingeplant. Doch sei man offen für weitere Vorschläge, die dann geprüft und wieder separat vom Amtsausschuss beschlossen werden müssten, so Clausen.

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