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Kappeln-Mehlby : Richtfest für das neue Florianhaus

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Umzug steht zwar erst im Sommer an, aber Richtfest wurde schon mal gefeiert: Das neue Florianhaus in Mehlby verfügt über acht Räume auf 260 Quadratmetern.

Einen „Tag der Freude“ nannte es Norman Möller, als er am späten Dienstagnachmittag auf dem Dach des Neubau des Florianhauses Mehlby ein Schnapsglas zerschlug – nachdem er es vorher geleert hatte. Der Zimmermann sprach diese Worte stellvertretend für alle Handwerker, die in den zurückliegenden Tagen dafür gesorgt hatten, dass der Bau nun gerüstet war für ein Richtfest. Sichtbarstes Zeichen: die geschmückte Richtkrone. Und Möller sagte noch mehr: „Dieses Haus soll dem Gemeinwohl dienen.“ Und: „Ein Gemeinschaftsgeist strahlt von hier aus.“ Bedeutungsvolle Sätze, die die Mehlbyer Ortswehr samt ihrer Jugendfeuerwehr künftig mit Leben füllen sollen.

Bürgermeister Heiko Traulsen war mit seinen Mitarbeitern Jule Radix und Joachim Menge erschienen, um mit Handwerkern und Feuerwehrkameraden zu feiern. Auch wenn es noch nicht vollkommen fertig sei, „hat es schon Wände, und das Dach ist auch dicht“. Traulsen nannte es ein „gut gestaltetes Haus“, das auch dank der Zuarbeit der Wehr-Verantwortlichen so entstanden sei. 260 Quadratmeter, für die die Stadt gerne 340.000 Euro ausgegeben habe, denn: „Es ist ja zum Wohle der Feuerwehr.“ Das Richtfest sei allerdings nur eine Feier im Kleinformat. Die große Version soll folgen, wenn im Sommer der Umzug vom alten ins neue Florianhaus vollständig vollzogen ist. Eine Einweihung im Sommer hält auch Gemeindewehrführer Dirk Schadewaldt für realistisch. Und auch wenn die Innenausstattung noch in Gänze fehlt, titulierte er den Bau in seiner Rohfassung schon einmal als „Schmuckstück“.

Acht Räume plus Flur verteilen sich auf die 260 Quadratmeter, so viel ist bereits ersichtlich. Und auch die Raumaufteilung steht bereits fest. Drei Arbeitsplätze wird das Büro der Amtswehrführungsstelle erhalten, was vor allem dann zum Tragen kommt, wenn in der Stadt eine sogenannte große Schadenslage eintritt. Künftig stehen den insgesamt 75 Feuerwehrleuten, davon gehören 40 zur Jugendfeuerwehr, zwei unterschiedlich große Schulungsräume zur Verfügung, die zwar durch eine große Schiebetür getrennt sind, aber bei Bedarf auch zusammengelegt werden können. Von einem der Schulungsräume geht ein kleines Materiallager beziehungsweise Büro für die Jugendfeuerwehr ab. Über eine Durchreiche ist zudem das, was einmal eine Küche sein soll, mit einem der Versammlungsräume verbunden. In der neuen Garage sollen zwei Anhänger untergebracht werden, notfalls ist jedoch auch Platz für ein reguläres Feuerwehrfahrzeug. Größe und Einfahrt lassen dies zu. In einem Werkraum können die jungen Feuerwehrleute künftig die kalten Wintermonate verbringen, bislang mussten sie dafür einen unbeheizten Raum nutzen. Schadewaldt: „Jetzt haben sie eine schöne Ausweichmöglichkeit, können an eigenen Werkbänken basteln und arbeiten.“ Eine Kleiderkammer für die jungen Leute macht den Neubau komplett. Sanitäranlagen werden keine hinzukommen, die Mehlbyer Wehr will weiterhin die vorhandenen nutzen, den Zugang mithilfe eines Durchbruchs ermöglichen.

Innerhalb von nur 14 Tagen haben die Handwerker den Neubau errichtet, die einzelnen Teile, wie Wände, wurden vorgefertigt und dann mit einem Kran an ihre vorgesehene Position gehievt. „Es ist so geworden, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte Dirk Schadewaldt anlässlich des Richtfestes. „Wir sind sehr zufrieden.“ Was das alte Florianhaus betrifft, so ist, sobald der Umzug vollzogen ist, dessen Abriss vorgesehen. Bürgermeister Heiko Traulsen spielt jedoch inzwischen gedanklich mit einer anderen Variante. „Als wir uns für den Abriss entschieden haben, war das Thema Flüchtlinge noch nicht so brisant“, sagte er nun. Eine Idee sei daher, das 120 Quadratmeter große Gebäude nach erforderlichen Umbauten als temporären Wohnraum zu nutzen. „Das ist natürlich auch eine Frage des Geldes“, sagte Traulsen. „Aber in Absprache mit der Stadtvertretung möchte ich das gerne prüfen lassen.“

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erstellt am 19.Mär.2015 | 07:30 Uhr

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