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Schlei-Bote

18. Dezember 2017 | 16:29 Uhr

Loit : Rekordverdächtige Treckerschau

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Tausende Besucher kamen zum neunten Oldtimer-Treff nach Loit. Den Organisatoren gingen am Ende sogar die Startnummern für die alten Gefährte aus.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2013 | 00:33 Uhr

„Es wird jedes Jahr mehr“, sagte Loits Bürgermeister Johann Peter Christiansen am Sonntag bei der Eröffnung der neunten Oldtimer- und Landmaschinenschau in Loit. Und angesichts der durch Neubauten sich ständig verkleinernden Ausstellungsfläche müsse man sich in Loit wohl für die Zukunft etwas einfallen lassen, so Christiansen. Dann stellte er den ersten Oldtimer selbst vor: Baujahr 43, Entwicklungszeit neun Monate, kaum Alterserscheinungen. Allen war klar, dass es sich dabei nur um Manfred Steenbuck, den energiegeladenen und unermüdlichen Organisator der Schau handeln konnte. Der hatte in der Nacht vorher nur knapp fünf Stunden Schlaf bekommen und kommentierte dennoch ab elf Uhr sachkundig und eloquent jedes vorgestellte Fahrzeug.

„Diese Beteiligung ist mein größter Lohn“, freute sich Steenbuck. Und die fiel dieses Mal durch ideales Wetter besonders großzügig aus. Die Schätzungen der Besucherzahlen lagen zwischen 5000 und 10 000, je nachdem, ob sie über die Anzahl der geparkten Autos oder die Anzahl der verkauften Bratwürste hochgerechnet wurden. Weil der Eintritt zur Schau immer noch frei ist, kann die Besucherzahl nicht über die Anzahl verkaufter Eintrittskarten ermittelt werden.

Auch die Zählung der ausgestellten Fahrzeuge erwies sich als schwierig, da die Organisatoren nur 175 Startnummern vorbereitet hatten. Aber diese waren bereits um 11 Uhr vergriffen. Und die nachfolgenden Fahrzeuge zwängten sich in jede Lücke auf und um die Ausstellungsfläche. Dort wurden viele „Benzingespräche“ geführt. Pflegezustand, Baujahr, Leistung und immer wieder Ersatzteile waren das Thema.

Doch nicht nur für Fachleute war die Schau interessant, auch für Familien mit Kindern war sie ein reizvolles Ausflugsziel. „Piet liebt Trecker über alles“, sagte Kathleen Netzel aus Steinberg über ihren eineinhalb Jahre alten Sohn, den sie gemeinsam mit ihrer Tochter Lena auf einem Traktor herumklettern ließ. Auch die mit ihr befreundete Peggy Lehnau aus Sterup gönnte ihren Kindern Elaine und Philipp dieses Vergnügen. „Wir sind sehr an Oldtimern interessiert und haben selbst zwei Traktoren zuhause“, verriet sie. Doch dann hatten die Kinder genug von der Technik und wollten zu den Tieren, die auf der Koppel hinter dem Dorfgemeinschaftshaus ausgestellt waren. Dorthin gelangten die Besucher über die „Fressmeile“, auf der sich lange Schlangen vor Spanferkel, Bratwurst, Pommes und Co. bildeten.

Begonnen hatte die Veranstaltung im Anschluss an einen Erntedankgottesdienst in der Loiter Kirche. Danach wurde die Erntekrone mit einem Oldtimer-Korso auf den Festplatz transportiert, dem Pastorin Anne Vollert, Bürgermeister Christiansen und Wehrführer Klaus Schmädecker voranschritten. Musikalisch begleitet wurden Umzug und Fest von den „Hohenwestedter Oldies“.

Bereits am Sonnabend hatte es eine Ausfahrt der Oldtimer zur Schlei gegeben. Diese war derart gut besetzt, dass alleine das Übersetzen an der Fähre von Missunde mehr als eine Stunde dauerte.


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