Kappelns Zahlen für April : Rekordtief bei den Arbeitslosenzahlen

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Rekord: Seit mehr als fünf Jahren war die Zahl der Arbeitslosen in Kappeln nicht so gering wie in diesem April.

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02. Mai 2015, 08:00 Uhr

Die Frühjahrsstimmung hat auf dem Arbeitsmarkt der Region Kappeln deutliche Spuren hinterlassen. Die Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit vermeldete für den April mit 1169 Arbeitslosen den niedrigsten Stand seit mehr als fünf Jahren. Selbst in den Sommermonaten dieser Jahre waren mehr Personen arbeitslos gemeldet als jetzt im April. „Insgesamt ziehen sich die positiven Zahlen durch den gesamten Agenturbezirk“, sagte Christian Groborsch, Pressesprecher der Agentur für Arbeit Flensburg. „Doch der Wert für Kappeln ist schon besonders gut.“

Gegenüber dem März hat sich die Zahl der Arbeitslosen im Kappelner Umland um 130 verringert, das ist ein Minus von zehn Prozent. Kai-Ingwer Bendixen, Leiter der Geschäftsstellen Schleswig und Kappeln, erklärte zu dieser Entwicklung: „Der Trend der saisonbedingten Einstellung hat sich fortgesetzt.“ Auch im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine deutliche Verbesserung. Aktuell sind 139 Personen weniger arbeitslos gemeldet als noch im April 2014, ein Minus von 10,6 Prozent.

Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im April ist schon aus Saisongründen zu erwarten, doch in dieser Größenordnung kommt er keineswegs jedes Jahr vor. Bemerkenswert ist hierbei, dass sowohl Jüngere als auch Ältere von dieser Entwicklung profitieren. So ist die Zahl der Unter- 25-jährigen Arbeitslosen von März auf April um 16 Prozent zurückgegangen. Ein Grund hierfür dürfte sein, dass das Lehrstellenangebot größer als die Zahl der Bewerber ist. Bei den 50-jährigen und älteren Arbeitslosen verringerte sich die Zahl um 52 Personen oder 11,5 Prozent. Das bedeutet auch gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Abnahme – ein Zeichen für eine anspringende Konjunktur beziehungsweise zuversichtlich eingestellte Unternehmen.

Die Arbeitslosenquote beträgt in der Kappelner Region 8,2 Prozent, im März lag sie noch wie im April 2014 bei 9,1 Prozent. Dieser deutliche Rückgang ist im Vergleich zum Vorjahresmonat der zweithöchste unter allen Geschäftsstellen. Allerdings hat Kappeln immer noch die höchste Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Flensburg, zu dem neben der kreisfreien Stadt Flensburg auch die Kreise Schleswig-Flensburg und Nordfriesland gehören.

Gleichzeitig hat im gesamten Agenturbezirk die Arbeitslosigkeit abgenommen. Im April waren 17127 Personen arbeitslos gemeldet, 1606
(-8,6 Prozent) weniger als im März und 1157 (-6,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Damit fällt der Rückgang im Verhältnis zu den Kappelner Zahlen geringer aus. Das gilt auch bei den Werten für die Unter-25-Jährigen wie auch für die 50-Jährigen und Älteren. Die Arbeitslosenquote beträgt im gesamten Agenturbezirk 7,1 Prozent nach zuvor 7,8 Prozent im März und 7,6 Prozent im Vorjahr. Hans-Martin Rump, Leiter der Agentur für Arbeit in Flensburg sagte: „Die gute Witterung, steigende Temperaturen und der bevorstehende Saisonbeginn sorgen für eine anhaltende Belebung auf dem Arbeitsmarkt und führen zu einer verstärkten Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern.“

Im Kreis Schleswig-Flensburg liegt die Arbeitslosenquote bei 6,8 Prozent nach zuletzt 7,2 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen sank innerhalb eines Monats um 439. Das ist ein Minus von 5,9 Prozent. Noch besser fällt der Vergleich zum April 2014 aus. Hier hat sich die Zahl der Arbeitslosen um 9,3 Prozent reduziert.

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