Kappeln : Regatta bei kniffligem Wind

Die Startlinie zur vierten H-Boot-Wettfahrt der Norddeutschen Meisterschaft.
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Die Startlinie zur vierten H-Boot-Wettfahrt der Norddeutschen Meisterschaft.

Arnisser Segelclub holt zum sechsten Mal die Norddeutsche Meisterschaft der H-Boot-Klasse in die Stadt.

shz.de von
08. Oktober 2018, 18:10 Uhr

Bereits zum sechsten Mal hatte der Arnisser Segelclub (ASC) Kappeln die H-Boot-Klasse zur Norddeutschen Meisterschaft nach Kappeln geladen. 24 Boote mit insgesamt 80 Seglern aus ganz Deutschland und Dänemark waren der Einladung gefolgt, darunter auch die Präsidenten der deutschen und dänischen Klassenvereinigung Christoph Zander und Henrik Toft, sowie der Weltpräsident der Klassenvereinigung Michael Pochhammer.

Das H-Boot, dessen 50-jährigen Geburtstag im vergangenen Jahr gefeiert werden konnte, stellt europaweit die größte, weltweit die zweitgrößte, nichtolympische Kielbootklasse dar und hat an seiner Eleganz bis zum heutigen Tag nichts verloren.

Nach dem Einkranen – dem zu Wasser lassen der Boote mit einem Kran – am Freitag und dem ersten gemütlichen Beisammensein im Restaurant „Landgang“ am Abend ging es am Sonnabend in das Regattagebiet vor Arnis. Der vorhandene Bodennebel und die geringe Windstärke um ein Beaufort ließen nichts Gutes erahnen, dennoch gelang es der erfahrenen Wettfahrtleitung um das Team von Walter Sperlich, zwei Wettfahrten durchzuführen.

Nach der letzten Wettfahrt wurden die Boote unter Zuhilfenahme der Beiboote und einiger vorbeifahrender Fahrtensegler zurück zum ASC nach Kappeln geschleppt.

Anschließend fand die mittlerweile Deutschland weit bekannte Stegparty mit Fassbier und Fischbrötchen der Aalräucherei Föh – es gibt das Gerücht in der Klasse, dass einige nur aus diesem Grund nach Kappeln kommen – an der Steganlage des ASC statt. Gegen 19.30 Uhr trafen sich alle Teilnehmer wieder im „Landgang“ und feierten bis in den späten Abend hinein. Am Sonntagmorgen, nun bei strahlendem Sonnenschein, ging es wieder auf die Regattabahn vor Arnis. Der Wind wehte an diesem Tag kräftiger mit drei Beaufort aus Nord-Nord-West. Aufgrund der Windrichtung hatte die Wettfahrtleitung eine kurze Bahn auslegen müssen, die aber jeweils drei Mal gerundet wurde. Häufige Positionswechsel, zahlreiche Manöver und knifflige Winddreher forderten die Teilnehmer sportlich und taktisch immer wieder heraus. Alle drei Wettfahrten konnten wie geplant stattfinden, und so konnte am Ende des Tages mit dem Team GER 1721 um den Steuermann Thomas Kausen einen würdigen neuen Norddeutscher Meister der H-Boot Klasse ermittelt werden.

Thies Köln, Ehrenvorsitzender des ASC Kappeln und selbst aktiver Teilnehmer der Meisterschaften nahm nach dem Auskranen der Boote die Siegerehrung im ASC Kappeln vor. Sein Dank galt neben den weit angereisten Gästen insbesondere den vielen helfenden Händen auf dem Wasser und an Land. Wieder einmal hatte sich der ASC Kappeln und das Team vom „Landgang“ als perfekte Gastgeber einer herausfordernden maritimen Veranstaltung präsentiert.


>Platzierungen:1. Thomas Kausen/Jani Funk/Franzi Funk/Marvin Gallinger, Berliner Yacht Club; 2. Holger Köhne/Jan Köhne/Sven Ullrich, Potsdamer Yacht Club; 3. Bernd Zimmermann, Marc Helms/Roderic Frantzheld,Tegeler Segel-Club TSC



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